Donnerstag, 31. Mai 2012

Da waren wir…


… am Sonntag mal wieder auf dem Flohmarkt. Und auf dem Antikmarkt gleich auch noch, denn beide fanden quasi nebeneinander am Kölner Rheinufer statt: der eine zwischen Hohenzollern- und Zoobrücke, der andere am Schokomuseum. Machten wir also außerdem einen netten sommerlichen Bummel über die Uferpromenade vom einen zum anderen. Natürlich waren Himmel und Menschen unterwegs, die Puuten planschten in den Springbrunnen, die Großen lagerten auf der Wiese am Rheingarten und sämtliche Restos am Rand der Altstadt platzten aus allen Nähten. Und was sollen wir Ihnen sagen? Nicht nur entdeckten wir die langgesuchten Salatschälchen zu unserem Lieblings-Fifties-Sammelgeschirr, sondern außerdem einen Stapel wundervoller Vintage-Papiertüten! Die sind einfach toll, mit ihrem stilisierten Blütendruck und dem netten Sprüchlein. Immer fünf hängen zusammen an einer kleinen Kordel, und alle sind selbstredend neu und unbenutzt. Echte Schätzelein also, die man nicht jeden Tag bekommt. Wir kauften allerdings reichlich, und deshalb teilen wir mit Ihnen. Die Tüten gibt´s in unserem Brocante-Ableger "HouseCosy", solange der Vorrat reicht!




Mittwoch, 30. Mai 2012

Morgen…


… soll der frühe Sommer ja vorerst ein Ende finden, wenixtens bei uns. Das ist mal wieder ausgesprochen schade, denn wir müssen zugeben, daß wir uns an das herrliche Wetter und die ebenso herrlichen Temperaturen ruckzuck gewöhnt haben: jeden Tag draußen, grillen, im Garten werkeln, auf dem Flohmarkt stöbern, joggen und natürlich auf unserem ollen Hof herumhängen. Und kein mißtrauischer Blick gen Himmel nötig, denn der war einfach blau und schön.
Wenngleich wir zugeben müssen, daß die Gemüsegärtner unter uns einen ausgiebigen Regentag herbeisehnen, für die kleinen Bohnenpflanzen, die Salatgurken und die Tomätchen. Aber so ist es jedes Jahr, immer schlagen ach! zwei Herzen in Franzinellis Brustkörben!
Für morgen sind Regen und Gewitter angekündigt, und am kommenden Wochenende bleibt der blaue Hitzemolch kalt. Allerdings fällt uns bestimmt etwas Lekkeres ein, das wir dann im Ofen machen können…

Freitag, 25. Mai 2012

Herrschaften…


… ist das heute herrlich! Der schönste Sommertag ever! Und wie anders draußen alles wirkt nach zwei, drei warmen Tagen! Die Heuwiese ist gemäht, die Birnbäume an der Kuhweide haben mit einem Mal kleine Früchte und der Raps ist ganz verblüht und riecht nicht mehr nach Honig, sondern nach Kohl. Die Ponies, die letzte Woche noch bis zum Bauch im Gras gestanden haben, sind auf einen anderen Futterplatz umgezogen. Bald werden die Brombeerhecken zu blühen anfangen, und dann ist es gar nicht mehr lange hin, bis das Getreide reif wird. Kaum zu glauben eigentlich, wie die Zeit wieder dahinfliegt.
Aber daran wollen wir jetzt nicht denken. Franzinellis werden heute nach Feierabend Pizza und Spargeltorte in den Ofen schieben, eine große Schüssel mit Pap Franzinellis "Maikönig" und der ersten Gartenrauke herrichten, auf dem Hof decken und ein paar Flaschen Wein aufmachen zum allerersten Sommerabend im Freien. Mucki hat morgen keine Schule und darf fast so lange aufbleiben wie die Großen. Wir müssen nur noch kehren, die frischgewaschenen Kissen auf die Gartenstühle legen und die Windlichter polieren. Eine wunderbare Aussicht, ehrlich.
Bei uns soll übrigens das ganze Wochenende so grandioses Wetter herrschen. Können Sie sich ja denken, wo Sie uns dann finden und was wir machen…

Donnerstag, 24. Mai 2012

Hasen…



… haben wir furchtbar gern. Also Feldhasen jetzt, nicht Kaninchen oder Stallhasen. Feldhasen sind einfach sehr schöne Tiere mit ihrem melierten Fell und den krallen Augen. In unserer Gegend gibt es zum Glükk noch ziemlich viele von ihnen, und im Frühjahr sieht man oft welche auf den kahlen Feldern, mit Boxkämpfen beschäftigt oder was Hasen eben so treiben. Oder sie sitzen heimlich da und halten sich für unsichtbar, während in Wirklichkeit ihren Riesenohren wie Leuchttürme aus dem halbhohen Winterweizen herausragen.
Wie der Zufall spielt, entdeckte Kristie Franzinelli neulich im Verkaufsraum unseres favourite Spargelhofs im Nachbarort ganz aparte Messerbänkchen aus Porzellan in Hasenform. Sie wurden sofortemang eingesackt. Natürlich sind sie viel zu schade, um bei Tisch mit benutzten Messern verunziert zu werden, aber in unserem unaufgeräumten Haushalt finden sich ja mit Leichtigkeit jede Menge andere geeignete Gegenstände. Zum Beispiel ulkige olle Familienfotos, wie das von Opa in seiner Schofförsmütze. Oder die feinsten Mini-Bögen Washi-Papier aus der Sammlung. Ebenfalls nicht schlecht wären Tischkärtchen, damit demnäxt bei einer Familienfeier Heinz und Elvira gleich wissen, wo sie sitzen.
Wie auch immer.
Die Hasen dürfen jetzt im Küchenbuffet beim blau-weißen Geschirr wohnen. Da laufen sie nicht weg und der Fux kriegt sie nicht.
Für den Fall übrigens, daß Sie in der Nähe sind und Bedarf haben: Hier gibt es nicht nur Hasenmesserbänkchen, sondern ganz vorzüglichen Spargel. Und sonntags kann man eine nette Radtour machen und beim Hof picknicken.


Mittwoch, 23. Mai 2012

Aus der Abteilung…


… "Früchte, die ihr Eßgeschirr selber mitbringen" heute: Maracuja.
Nun soll man ja wg. Öko-Fußabdruck wirklich nicht immerfort Exoten verzehren, die um die halbe Welt reisen müssen, bevor sie im heimischen Supermarkt landen. Aber neulich sahen wir mal zufällig eine schöne Kochsendung, in der eine Salatsauce mit o.g. ulkigen Früchten ausgestattet wurde. Machte einen lekkeren Eindruck, und als wir anderntags im Großmarkt über eine Kiste mit eben jenen Früchten stolperten, nahmen wir probehalber ein paar mit. Die Salatsauce war tatsächlich sehr gut - ein anständiges Essig-Öl-Dressing und dann das Maracuja-Fruchtfleisch mitsamt Kernen hinein –, aber natürlich kann man die Dingerchen auch so essen. Welche Entdeckung! Und man braucht nichtmal einen Teller dazu!
Wie auch immer.
Unsere letzten Maracujas müssen noch ein paar Tage in der Obstschale liegen, damit sie gründlich verschrumpeln. Sie schmekken dann am allerallerlekkersten. Und passen übrigens sensationell zu Erdbeeren…



Dienstag, 22. Mai 2012

Erdbeerstreusel



Wir hätten Ihnen sehr gern ein Foto vom ersten Erdbeerstreusel der Saison gezeigt. Doch, ehrlich! Wir hatten es ganz fest vor. Aber dann kam irgendwie eins zum anderen: Die Frauen vom Erdbeerbüdchen erhielten ein kleines Stück zum Probieren, Pap Franzinelli packte einen breiten Streifen ein, um ihn zum Wandern mit ein paar Leuten ins Schwalmtal mitzunehmen, und dann war quasi kaum noch die Hälfte übrig. Ein Teil davon verschwand in den Rucksäcken der anderen Franzinellis, die zum Wandern ins Rheintal fuhren. Und abends, nach dem Nachhausekommen, sah das Restchen, das noch da war, nicht mehr so gut aus, daß man ein anständiges Foto davon hätte machen können. Wirklich nicht, glauben Sie uns. Außerdem hatte irgendjemand es dann plötzlich verzehrt, obwohl es noch Brathuhn zum Abendessen gab. Schlimm. Wir sind einfach immer gierig. Jedenfalls, es gibt kein Foto vom Erdbeerstreusel. Wenigstens vom ersten der Saison nicht. Aber es besteht ja noch Hoffnung, denn die Erdbeerezeit hat zum Glükk gerade erst begonnen.
Davon abgesehen: Heute wurde am Erdbeerbüdchen von einem Rezept für Erdbeerpfannekuchen gesprochen. Das Rezept kannte leider niemand, nur Karin, aber Karin war heute nicht da. Sie kommt erst am Freitag wieder. Pünktlich zum Wochenende, wie nett. Da haben wir nämlich ein bißchen Zeit, etwas Neues auszuprobieren…

Montag, 21. Mai 2012

Wir gehen nicht nur…


… wandern oder bakken Kuchen. Falls Sie das inzwischen glauben sollten. Nein, wir sind auch sehr sehr fleißig. Wollen Sie mal sehen, was wir neu haben? Hier, bitte, unsere jüngsten Kinder- und Babyzimmernestchen:

Mit Eulen…


… und Löwen…


… und Eisenbähnchen…


… und jedes hat eine schöne große Rosette mit Knopf und einen Aufhänger.


Alles natürlich aus Baumwolle, mit Vlies gefüttert und bei 40 Grad waschbar. Gibt´s ab heute hier und hier und hier und wenn Sie fix sind, sogar mit 15% Rabatt!

Freitag, 18. Mai 2012

Gestern…



… hatten wir ja nun Feiertag und ein paar Franzinellis dachten, daß sie mal ein bißchen in die Eifel fahren und wandern gehen sollten. Aber irgendwie war einfach alles verkehrt: Der Wind blies eisig, einer hatte falsches Unterzeug an, ein anderer den Schal vergessen, es gab eine rauhe Ferse im Wanderschuh, schauderhafte Scharen von fliegenden Käfern und das erste Viertel der Wanderung führte durch ein unansehnliches Neubaugebiet. Auf dem letzten Viertel ging es dafür nochmal steil bergauf. Das letzte Viertel, Herrschaften! Wenn schon keiner mehr Lust hat und man sich bereits heimlich vorstellt, wie herrlich es sein wird, sich mit einem Seufzen auf seinen Autositz fallen zu lassen! Gefehlt hätte bloß die entsetzliche Entdeckung, daß die Brateibrote im Kofferraum auf dem Wandererparklatz zurückgeblieben waren. Doch das passierte zum Glück nicht; die Brateibrote lagen in den Rucksäcken, wo sie hingehörten, zusammen mit anderen kleinen Schweinereien, und nach einem ausgedehnten Vesper am Waldrand, windgeschützt und in der prallen Maisonne, wurde der Tag dann noch sehr schön. Und nach der Kraxelei zum Schluß gab es zur Belohnung einen wirklich himmlischen Ausblick über den Rursee.


Eigentlich hatten wir ja Erdbeerstreusel backen wollen, doch dafür war keine Zeit mehr. Den machen wir aber jedenfalls am Wochenende, denn vielleicht ziehen wir nochmal los und haben dann einen besonders guten Nachtisch für die Pause. Das Wetter soll ja toll werden…

Samstag, 12. Mai 2012

Was sagt Ihnen…




… dieser zauberhafte Anblick? Richtig! Das Erdbeerbüdchen gegenüber hat seit heute geöffnet! Das bedeutet: Mindestens drei herrliche Monate, während derer wir nur über die Straße flitzen müssen, um ein Schälchen oder zwei oder drei zu kaufen! Und das zu (fast) jeder Tageszeit! Ein Luxus, wirklich. Natürlich waren wir vorhin flugs drüben, denn heute gab es einen unserer allerallerallerliebsten Nachtische, nämlich Erdbeeren mit Mändelchenpudding. Den kennen Sie wahrscheinlich, da er zur Erdbeerzeit gehört wie der Tannenbaum zu Weihnachten. Wir haben meistens ein paar Schachteln auf Vorrat, weil es durchaus vorkam, daß er im örtlichen Supermarkt wochenlang ausverkauft war und wir weinen mußten. Ehrlich. Zumal nur dieser Mändelchenpudding der einzige echte ist, alles andere stellt bestenfalls einen sehr unzulänglichen Kompromiß dar.
Wie auch immer.
Morgen sind wir zum Kaffee eingeladen, was heißt, daß das sonntägliche Bakken ausfällt. Deshalb fällt auch der heiß ersehnte Erdbeerstreusel aus. Aber am Donnerstag ist bei uns Feiertag. Raten Sie mal, was wir da machen werden…

Dienstag, 8. Mai 2012

Ist der Mai… Die Zwote






Kühl war es heute bei uns nicht, eher drükkend mit ein paar kräftigen Schauern zwischendurch, weshalb manche von uns früh mit schmerzendem Schädel und bleischweren Gliedern aus dem Bettchen krochen und mit dem Gefühl, ihre Augen poppten ein Stück heraus. Daß wir auch unter besseren Umständen keine Sport-Asse sind, wissen Sie ja, daher fielen uns natürlich circa eine Million Ausreden ein, nicht zum Joggen zu gehen. Trotzdem trotteten wir los. Ja, ehrlich. Aus purer Frackigkeit. Und was war? Wir sahen einen kleinen Feldhasen und Bienenkörbe in einem leuchtend gelben Rapsfeld, in dem es summte wie verrückt, und ein Pony, das auf seiner Wiese bis zum Bauch im Gras stand. Die Lerchen sangen. Die ersten Schwalben zischten dicht an uns vorbei. Und in allen Hecken schäumten weiße Blüten und rochen süß und lekker – einfach herrlich. Und dann liefen wir am Ortsrand am ersten Erdbeerbüdchen der Saison vorbei und bekamen eine Handvoll Beeren geschenkt, weil wir so tapfer waren. Toll, oder? Die waren sogar erstaunlich gut, die Beeren, obwohl sie aus dem Folientunnel stammten.
Daheim brummte der Schädel immer noch, aber der darunter befindliche Rest fühlte sich tausend besser an als eine Stunde zuvor. Und jetzt sagen Sie bloß nicht, wir wären Streber!
Übrigens: Unser Erdbeerbüdchen von gegenüber wird näxte Woche eröffnet. Wir können es kaum abwarten. Als allererstes werden wir hingehen und ein Blech Erdbeerstreusel bakken. Und es dann wieder jeden Tag genießen, für ein Körbchen Früchte nur mal schnell über die Straße zu flitzen…

Sonntag, 6. Mai 2012

Ist der Mai…



…kühl und naß – so beginnt eine beliebte Bauernregel, und im Prinzip trifft sie auch zu: Zur Zeit regnet es bei uns und wir haben die warmen Pullöverchen herausgeholt, aber das Gemüse im Garten wäxt und gedeiht. Viel besser als im vergangenen Jahr, als wir Anfang Mai mit der Gießkanne zwischen den Bohnenreihen herumrannten. So hat eben alles sein Gutes, obwohl wir trotzdem lieber ein sonniges Wochenende auf unserem bereits sehr grünen Hof genossen hätten.
Wie auch immer.
Heute früh waren Franzinellis flugs im Regen draußen und haben Rhabarber und Flieder abgemacht. Der Flieder sieht maimäßig schön aus in einem kleinen Glas, und der Rhabarber wurde zu einem Blech Rhabarberstreusel. Mit Puddingunterlage, Herrschaften. Der Pudding bedient sämtliche kindlichen Gelüste im Menschen und ist deshalb irgendwie das Beste am ganzen Kuchen. Schändlicherweise müssen wir zugeben, daß wir bereits zum Frühstück ein schmales lauwarmes Riemchen verzehrt haben. Es ist jedoch immer noch genug zum Nachmittagskaffee übrig, welchen wir mit Blick auf die Wetterkarte gemütlich in der Küche zu uns nehmen werden, denn voraussichtlich ist bis zum Abend nichtmal an einen piepkleinen Spaziergang zu denken. Macht aber nix.
Zwischendurch begeben wir uns zur "Initiative Sonntagssüß", eine Einrichtung, an die wir uns mittlerweile ebenso sehr gewöhnt haben wie an den Sonntagskuchen selbst. Und natürlich posten wir unseren Rhabarberstreusel wieder sehr gern in der Nachbarschaft anderer Delikatessen!

Freitag, 4. Mai 2012

Falls Sie…




… heute noch kein Mittagessen geplant haben (und auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame!), hier ein Vorschlag: Bratspargel Franzinelli.
Bratspargel Fanzinelli geht ganz einfach:
Nicht zu dikke Stangen putzen und schälen, in handliche Stücke schneiden und in etwas Olivenöl braten. Der Spargel sollte ringsherum sacht bräunen, aber natürlich noch schön knusprig sein. Mit Salz, Pfeffer, Limettensaft und etwas Zucker würzen. Dazu passen geschmolzene Tomaten, ein Händchen voll gehackte Blattpetersilie, frischer Basilikum und ein Löffel Balsamico. Oder auch diese eingekochte Variante aus Traubensaft, die jetzt überall so boomt. Schmeckt gar nicht mal so furchtbar schlecht, wenn man sparsam damit umgeht.
Wir hatten noch eine halbe Schachtel Bratpaprika im Kühlschrank, den es gelegentlich in der Gemüseabteilung unseres Supermarkts zu kaufen gibt: Piepkleine grasgrüne Schoten. Wir haben sie kurz mit Spargel und Tomaten gebaten, und sie paßten sehr gut zum Ensemble. Und weil noch etwas Dressing aus pürierten Tomaten und ein Stück milder Ziegenkäse übrig waren, wurde daraus am Ende ein lauwarmer Bratspargel-Salat und ein sehr schönes kleines Mittagessen. Probiere das mal, Bianca. Und sage uns, wie es ankam!

Donnerstag, 3. Mai 2012

Wir haben die Wahl…




… beim Kaffetrinken! Und ob Sie es glauben oder nicht, wir streiten uns dauernd bei der Frage, welches Geschirr herausgeholt wird: das blaue von Spode, das mit den Blumen von Oma Maria oder das mühsam zusammengesammelte Arzberg. Von letzterem suchen wir übrigens noch allerdringendst Salatschälchen, also falls Sie zufällig irgendwo welche nutzlos herumstehen haben…

Mittwoch, 2. Mai 2012

Haushaltssachen No. 8


Gestern war ja Feiertag. Und sonn- und feiertags frühstücken wir immer ziemlich spät und ziemlich ausgiebig, denn es gibt kein Mittagessen. Gestern hatten wir seit längerer Zeit mal wieder ein schönes selbstgebackenes Toastbrot, und da fiel uns ein, daß wir eine sehr hübsche Haushaltssache besitzen, die wir so gut wie nie benutzen, nämlich diesen Klapptoaster:


Manche nennen ihn auch beschaulich "Türli-Toaster", seiner zwei Türen wegen. In der Prä-Toast-Automaten-Ära hatte man solch ein Gerät, dessen Türen man einfach herunterklappte, um Toastscheiben daraufzulegen, die dann an der innen befindlichen Heizschlange geröstet wurden. Zum Wenden der Scheiben klappte man die Türen wiederum auf, und wenn man sich nicht gerade anstellte wie der erste Mensch, glitt das Brot so über die Tür, daß es sich beim Schließen derselben von allein herumdrehte. Und dann bräunte man die zweite Seite.
Wir haben also einen Türli-Toaster, zum dem wir übrigens gekommen sind wie die Jungfrau zum Kind, denn er war irgendwo ein total unwillkommenes Hochzeitsgeschenk, das an uns weitergereicht wurde. Er ist selbstverständlich auch nicht antik, sondern eine Replik und zudem die Jubiläumsausgabe eines bekannten Herstellers. Gekauft hätten wir ihn im Leben nicht, denn eigentlich brauchen wir keinen Toaster, nichtmal einen Automaten. Wir können unter dem Ofengrill toasten, das geht fix und die Scheiben sind gleichmäßig braun. Gestern jedoch holten wir ihn mal wieder von seinem Standplatz, dem Kühlschrank, auf dem er sehr dekorativ wohnt, und toasteten Scheibe für Scheibe vor uns hin. Es funktionierte nicht besonders, denn unser Toastbrot war zu groß und stand oben ein Stück über. Von allein wenden wollten die Scheiben deshalb auch nicht. Sie waren außerdem zu dick geschnitten, weswegen die Türen nicht richtig schlossen. Und dann quatschten wir und vergaßen, daß wir etwas im Toaster hatten, bis es zu qualmen anfing. Über das Saubermachen hinterher wollen wir erst garnicht lange reden – man braucht einen Pinsel, um das Teil gründlich von allen Krümeln zu säubern.
Sie sehen, so ein Türli-Toaster ist nicht ohne. Eine echte Franzinelli-Haushaltssache: schön, aber unpraktisch.
Unser Toaster steht nun wieder frisch poliert auf seinem Kühlschrank und sieht gut aus. Vermutlich wird er eine Weile unbenutzt dort stehen. Näxten Sonntag wollen wir nämlich vielleicht Milchweckchen backen. Oder wir toasten im Ofen…


Dienstag, 1. Mai 2012

Pünktlich zum 1. Mai…


… hat endlich unser bevorzugter Spargelhof geöffnet, hurra! Sie halten das jetzt vielleicht nicht für besonders aufregend, weil es bei Ihnen schon seit Wochen Spargel gibt. Bei uns aber nicht. Bei uns gibt es Spargel erst dann, wenn der oben erwähnte Spargelhof geöffnet hat. Jawohl. Kristie Franzinelli hat vorhin extra eine Radtour dorthin gemacht und ist mit einer großen Tüte zurückgekehrt. Mit einer sehr großen Tüte. Und das Schälmesser liegt schon schon bereit. Ebenso der Weißwein, den wir dazu aufmachen werden.



Am Spargel-Starttag müssen wir übrigens unbedingt eine Estragon-Sauce mit Butter und Eigelb haben – nix für Kalorien-und Cholesterinbewußte also. Aber sei´s drum.


Dafür machen wir beim näxten Mal sicher Bratspargel, mit einem schönen Dressing aus pürierten Tomaten, Balsamico und grünen Kräutern. Sie sehen also, die Spargelzeit ist unsere Zeit!


Und zum Glück findet man ja auch immer wieder feine neue Rezepte…