Freitag, 16. November 2012

Einen langgehegten Wunsch…


… haben Franzinellis sich dieser Tage erfüllt. Um genau zu sein, sogar zwei! Toll, oder?
Es ist nämlich so, daß wir früher, vor Jahr und Tag, mal wie wild Stempel geschnitzt haben. Jeder Radiergummi, der zu finden war, wurde in ein Stempelmotiv verwandelt (klickstu hier). Eines Tages hatten wir es dann furchtbar über und vergaßen das Ganze. Bis neulich, da bekamen wir plötzlich mal wieder Lust dazu, uns etwas Hübsches zu schnitzen. Aber irgendwie war nie Zeit, und man sollte wirklich garnicht erst mit der Schnitzerei anfangen, wenn man in Eile ist. Gibt sowieso nix, glauben Sie uns. Man vergeudet nur gutes Material. Deshalb waren wir überglücklich, als wir uns einen ganzen Nachmittag in Frieden dem Thema widmen konnten, ausgestattet mit einer nagelneuen frischen Stempelplatte. Und was kam heraus: ein richtig gutes Zahlenstempelset! Von Eins bis Null, mit einem Geteilt-Zeichen und einem Universal-Gedankenstrich für Minus, Plus und Mal. Damit könnte jeder Rechenhasser Spaß an seinen Matheaufgaben bekommen, ehrlich! Eine kleine Schachtel haben wir uns ebenfalls gleich noch zusammengebastelt, damit das kostbare Teil für immer ordentlich verstaut ist. Es darf selbstredend auch benutzt werden und zur Zeit haben wir dauernd Tintenfinger.







Anschließend gab es noch einen Weihnachtsstempel, richtig mit Moosgummiunterlage und Holzklotz und allem Kommvor und zurück. Weil: Einmal, im Jahr Pief, mußte ein Franzinelli im Kunstunterricht einen Linolschnitt herstellen. Falls Sie das jemals gemacht haben, werden Sie wissen, wie mühsam das Handling einer Linolplatte für ungeübte Fingerchen ist. Vor allem, wenn es sich um eine nicht mehr taufrische Platte handelt, die bretthart vor einem auf dem Tisch liegt. Wie auch immer. Unser Franzinelli bekam rein zufällig einen richtig ordentlichen Schnitt hin: einen Weihnachtsstiefel mit Lebkuchen und Zuckerstange und einem Apfel. Das Ding wurde auf einer alten Buchdruckpresse auf cremefarbenes Papier abgedruckt und für alle Zeit verewigt. Den Druck hat Mutter Franzinelli noch, und er wird jedes Weihnachten herausgeholt und aufgestellt. Die Platte ist leider weg. Und da verfielen wir vor einer Weile auf die Idee, uns ein Stempelchen mit jenem Motiv zu schnitzen. Allerdings brauchten wir ziemlich viele fehlgeschlagenene Versuche dazu. Wir wollten schon aufgeben, traurigerweise. Bis dieser Tage, da klappte es mit einem Mal. Und nun haben wir endlich eine Miniaturausgabe der verschollenen Linolplatte, dreifarbig von Hand gedruckt auf geprägtes Papier. Sie können sich denken, wie heuer unsere Weihnachtskarten und Anhänger aussehen werden.




Im Moment ist übrigens unser kleiner Drache erneut in Arbeit. Den wollten wir auch so gerne nochmal haben. Wir werden ihn dann vorstellen, wenn er fertig ist!

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