Freitag, 6. Januar 2012

Franzinellis nehmen…



… sich zu Neuen Jahren niemals etwas vor. Früher war das anders, aber nachdem etliche gute Vorsätze sich bereits um fünf nach zwölf am Neujahrsmorgen mit dem Feuerwerk in Luft aufgelöst hatten, waren wir es irgendwann satt und ließen es einfach sein.
Sport zum Beispiel ist so ein Thema, mit dem man sich jedes Jahr auf´s Neue aufhalten könnte, mit Bekenntnissen wie: Ich werde regelmäßig dreimal die Woche joggen. Ich werde früher aufstehen, um noch vor der Arbeit zu joggen. Ich werde an diesem Hügel nicht schlappmachen und aufgeben, sondern bis zum Gipfel laufen, auch wenn mir die Beine abfallen. Und so fort. Bei uns wären das aber reine Lippenbekenntnisse, deswegen fangen wir garnicht erst damit an. Stattdessen laufen wir einfach los und wenn es dann dreimal die Woche passiert, um so besser.
Heute war beispielsweise ein Tag, an dem man eigentlich keinen Hund vor die Tür jagen würde, besonders nicht den Inneren Schweinehund: Es blies ordentlich aus Norwesten, die Wolken hatten nur wenige Lücken mit einer fahlen Sonne, die sich allenfalls für Sekunden blicken ließ, und immer wieder kamen kleine Schauer herunter. Und wissen Sie was? Es war herrlich! Zwischen den Wolken war pudriges Türkis zu sehen, das Sonnenlicht spiegelte sich in den Pfützen und die Krähen segelten mit den Windböen. In der Regenjacke war es nach dem ersten Kilometer warm und gemütlich, und auf dem Nachhauseweg hatten wir den Wind im Rücken und konnten rennen wie die Hasen. Und daheim schmissen die erhitzten Franzinellis die Sportklamotten und sich selbst in die Wäsche, zogen trockene Sachen an und kochten sich eine Tasse Tee.
Und das beste ist: Wir werden den ganzen Nachmittag in der frisch geputzten Küche werkeln und Brot backen. Eine schöne Aussicht, oder?
Das Brot werden wir übrigens am Abend aufschneiden und mit etwas Entenschmalz als Vorspeise verzehren. Haben wir uns verdient, finden wir…

Tante Edit ist noch etwas eingefallen: Mutter Franzinelli bekannte neulich axelzuckend, sie sei nicht die Disziplinierteste. An wen sie das wohl weitervererbt hat…


Kommentare:

  1. Also ich bewundere das sehr! Sport frei und guten Appetit! lg

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  2. Hut ab!
    Das bewundere ich, ganz ehrlich!

    Herzlichst,
    Steph

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