Samstag, 28. Januar 2012

Eigentlich…



… sind Franzinellis ja nicht die allergrößten Karnevalisten. Straßenkarneval an Weiberfastnacht, proppenvolle Kneipen oder Festzelte mit ohrenbetäubender Musik und Remmidemmi – nix für uns. Und einige hier würden nicht zu einer Karnevalssitzung gehen, wenn sie Geld dafür bekämen. Mutter Franzinelli allerdings besucht immer die sehr gelungene Damensitzung der örtlichen Frauengemeinschaft, wo der Präsident eine Präsidentin ist und jede Darbietung von den Beteiligten selbstverfaßt – DIY-Fastelovend, sozusagen. Und zwei von uns machen sich Jahr um Jahr auf zu einer großen Sitzung in der schönsten Tropfsteinhöhle Kölns, dem Kristallsaal der Messe. Und wissen Sie was? Es ist toll. Richtig toll. Stellen Sie sich 1500 Jecke vor, die an schmalen Tischen dichtgedrängt schunkeln und tanzen. Und die ihre vielfarbigen Leuchtstäbe über den Köpfen schwenken, während sie die Kölner Hymnen mitsingen. Nicht irgendwelche billigen Brüller, sondern all die sentimentalen und überschwenglichen Klassiker, deren Strophen wir sämtlich auswendig können. Es ist ein Massenerlebnis der besonderen Art, ehrlich. Man fühlt sich dazugehörig. Zuhause eben. Wirklich schön ist das. Und man krabbelt in den frühen Morgenstunden zufrieden und heiser in sein Bett, einen Ohrwurm im Kopf, und freut sich schon auf´s näxte Jahr.
Für heuer reicht es allerdings erstmal. Bis zum Karnevalssonntag, alswann wir mit allen Mann den Zoch kukken, der bei uns vor der Haustür vorbeigeht. Das wird dann auch wieder fein…

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