Dienstag, 31. Mai 2011

Was sagen Ihnen…


… diese Bilder? Richtig! Nach einer Ewigkeit hat es auch in Franzinellis´Gegend mal wieder gründlich & ausgiebig geregnet!


Vielleicht teilen Sie nicht unsere Freude über einen fiesen, düsteren und feuchten Tag…


… aber unser Gemüsegarten sieht nach einer Ladung Wasser von oben seit heute so aus, wie er eigentlich zu dieser Jahreszeit aussehen sollte.
Und für die näxten Tage ist ja auch schon wieder schönes Wetter angekündigt…

Montag, 30. Mai 2011

Ein Nachtmahr…


… ist es nicht, was Sie hier sehen, obwohl man durchaus den Eindruck gewinnen könnte…


… aber nein, keine Sorge! es ist nur der harmlose Rest einer knusprig braun gegrillten Dorade, denn…


… unser Pit Master Kristie Franzinelli hat ein neues Spielzeug: eine gußeiserne Grillplatte!

Herrschaften, wir tafelten wieder wie die Fürsten und sind richtig froh, daß der Sommer gerade erst angefangen hat!

Sonntag, 29. Mai 2011

Auf der Grillparty…


… wurden wir hinsichtlich der Getränke ungalublich verwöhnt: Mucki Franzinelli kredenzte uns zum Auftakt die allerköstlichste Ahoi-Brause ever in Mutter Franzinellis ollen Glaskelchen und wir durften uns sogar die favourite Sorte aussuchen. Ahoi-Brause ist bei Franzinellis mit einer sehr nostalgischen Note behaftet, da es diese liebliche Süßigkeit bereits seit ungefähr einer Million Jahren gibt und quasi jeder am Tisch mit einer sentimentalen Erinnerung aufwarten konnte. 




Am liebsten genommen: Brausetütchen aufreißen, Inhalt in die Handfläche schütten, draufspucken, aufschäumen lassen, ablecken.
Mucki Franzinelli kannte diese Variante noch nicht, doch glücklicherweise war auch keine Brause mehr übrig…

Mittwoch, 25. Mai 2011

Im Garten…


… finden manche Leute ja die tollsten Sachen. Schätze sogar, wenn man gewissen Zeitungsberichten glauben darf. Franzinellis hingegen finden so etwas: Scherben.


Scherben in allen Formen, Farben und Variationen, und das schon seit Jahren. Wir zeigen Ihnen jetzt nur diese eine, aber ehrlich, wir könnten ein veritables Mosaik zusammenbasteln aus unseren Fundstücken. Es ist alles dabei: Porzellan, Glas, Keramik. Und nicht, daß Sie denken, irgendein unausgelasteter Betrunkener hätte zum Beispiel seine Bierflasche über unseren Zaun entsorgt. Das ist nicht der Fall. Wir fragen uns vielmehr, ob unser Opa oder Uropa Omas oder Uromas olles Geschirr oder die überzähligen Fußbodenfliesen in den Garten geschmissen hat, damals, im Jahr Pief. Denn so antikes Zeug ist das. Einmal haben wir das Ende eines Kaffeekannenhenkels ausgebuddelt, das auf den ersten Blick wie ein Knochen aussah. Und einmal ein Viertel Delfter Fliese. Ein ganzes Viertel, stellen Sie sich das einmal vor. Es liegt jetzt zur Zierde im Küchenbuffet. Von den piepkleinen Porzellanstücken wollen wir gar nicht anfangen: keines, wirklich kein eines hat das gleiche Dekor wie die anderen. Die Nachbarn finden so etwas nicht. Es ist rätselhaft. Und wir müssen annehmen, daß es sich um ein irgendwie idiosynkratisches Verhalten unserer Altvorderen handelt: zerbrechliche Haushaltsgegenstände im Gemüsegarten verschwinden zu lassen. Wann haben sie das getan – nachts? Man könnte noch stundenlang darüber grübeln.
Zur Zeit sind wir eher selten im Garten, denn es ist so trocken, daß nicht einmal das Unkraut waxen will. Aber es wird weitergehen mit den Scherben, ganz sicher…


Dienstag, 24. Mai 2011

Wir wissen ja nicht…


… ob bei Ihnen auch jemand so technikversessen ist wie manch einer der Franzinelli-Mannen. Die Franzinelli-Frauen jedenfalls werden beim Händi- und Kompjuterkauf mit guten Ratschlägen geradezu überschüttet. Denn natürlich müssen wir immer unsere eigenen Spielzeuge haben, teilen geht nicht.
Die Hülle für den kürzlich angeschafften Bebi-Kompjuter war aber selbstredend reine Frauensache: Ein schönes Stück antrazithfarbener Wollfilz, fertig zugeschnitten bei der vorzüglichen Firma Filz Gnoss in Kölns Apostelstraße…




… mit extra starkem Garn genäht und mit einer pink-weiß karierten Schlaufe versehen…


… vermittels derer der Schlüppi über ein fröhlich gemustertes Rosettchen verschlossen wird. Vielleicht werden Sie finden, daß es praktischere Arten von Verschlüssen gibt, zum Beispiel Klettband. Oder eine großen Gummiring zum Drumherumschlingen. Aber das wäre nun eigentlich wieder Männersache…


Montag, 23. Mai 2011

Pfingstrosen…


… haben wir ja so gern! Besonders, wenn sie schon ganz aufgeblüht sind: Sofort bekommen sie einen leicht morbiden Reiz, finden Sie nicht? Und man weiß, daß ihre Tage in der Vase gezählt sind…


Unsere Pfingstrosen blühen übrigens nie, nie, niemals zu Pfingsten. Immer entweder vorher oder nachher, je nachdem wie früh oder spät im Jahr Pfingsten ist. Da wir heuer den Winter schon im April nahtlos gegen einen trockenen Sommer tauschen durften und das Pfingstwochenende irgendwann in der Mitte des näxten Monats angesiedelt ist, wird die Zeit der Rosen natürlich vorbei sein. Wollen wir also ihren Anblick genießen, so lange wir noch welche haben!

Sonntag, 22. Mai 2011

Gestern im Asia-Laden…


… schoben Franzinellis wieder ihren Einkaufswagen durch die Regalreihen, als hätte es seit Wochen nix Anständiges zu essen gegeben. Zumal näxtes Wochenende eine größere Party ins Haus steht, für die bereits die Rezeptbücher gewälzt werden. Unter anderem kauften wir: Süße Sojasauce, grüne Thai-Curry-Paste, Garnelenpaste und eine Flasche Fischsauce.
Letztere beiden zählen für uns zu den Mysterien der asiatischen Küche: Garnelenpaste, ein steinharter bräunlicher Klumpen in einer kleiner Pastikdose, riecht wie ein gigantischer Berg Garnelen, der sehr sehr lange in der Sonne gelegen hat. Man braucht die sprichwörtliche Messerspitze zum Würzen einer großen Menge Flüssigkeit, und das Ganze schmeckt am Ende wundersamerweise einfach nur köstlich nach frischen Meeresfrüchten. Fischsauce hingegen ist dünn und klar und hat einen etwas unbestimmten Geruch, nicht nach Fisch, jedenfalls unsere Sorte nicht, obwohl sie aus fermentierten Anchovies hergestellt ist. Unser allerältestes China-Kochbuch liefert eine verschwurbelte Erklärung für den Einsatz von Fischsauce, die sinngemäß lautet "Schütte das Zeug einfach zu jedem Gericht dazu und es schmeckt besser als ohne".


Bei uns war Fischsauce beim gestrigen Grillen Bestandteil dieses herrlichen Salats aus hauchdünn geraspelten Möhren, Mango-Würfeln und einem sensationellen Ingwer-Chili-Limetten-Dressing. Wie das Salätchen ohne jene Zutat geschmeckt hätte, wissen wir nicht. Es blieb auch kein Löffel davon übrig.


Donnerstag, 19. Mai 2011

Wollen Sie mal sehen…


… was wir gerade wieder auf dem Flohmarkt entdeckt haben? Einen Rechenschieber! Ist der nicht der Hammer? Einfach wunderschön Schulzimmer! So einen haben wir uns schon lange gewünscht.


Man kann ihn sehr praktisch als Halter für Dies & Das benutzen, zum Beispiel für Gutscheine, die man zu Ostern bekommen hat und unbedingt bald einlösen sollte…


… oder für ein paar nette Bilder aus der Fotokiste. Opa hat noch nie so gut ausgesehen, ehrlich!


Wir müssen noch den richtigen Platz finden für das gute Stück. Aber das kriegen wir hin!

Mittwoch, 18. Mai 2011

Alte Würfelpuzzle…


… finden Franzinellis einfach toll. Leider bekommt man selten welche in guter Qualität und wenn, dann meist zu Phantasiepreisen. Da hilft nur eins als Kompromiss: selbst herstellen!
Wir brachten neulich ein wunderschönes uraltes Zahlenlotto aus dem Jahr Pief vom Flohmarkt mit und als wir die Kärtchen betrachteten, kam uns in den Sinn, daß sie sich vorzüglich eignen, um kleine Holzwürfel zu verzieren. Ganz vorzüglich sogar, mit etwas Bearbeitung und Modifizierung. Und so sieht unser Holzwürfel-Set im schäbigen Schick jetzt aus:


Richtig puzzeln kann man damit natürlich nicht, denn es besteht nur aus drei Teilen…


… aber es macht sich wunderbar als Kinderzimmer-Verzierer.



Gibt´s übrigens ab heute bei uns im Shop!



Dienstag, 17. Mai 2011

Erdbeeren und Rhabarber…


… gibt es ja zur Zeit in rauhen Mengen, erstere im Erdbeerbüdchen auf der gegenüberliegenden Straßenseite, letzteren im Garten. Jetzt sind wir nicht unbedingt die großen Marmeladenköche. Aber dieser Tage trafen wir eine Bekannte und die hatte gerade etwas Lekkeres fabriziert, nämlich ein Chutney. Und zwar nicht aus den sattsam bekannten Zutaten Mango oder Apfel oder was man so kennt, sondern aus Erdbeeren und Rhababer. Zwiebeln, Chili, Lorbeer, Ingwer und Muscovado-Zucker dazu und eine Weile wie beim Alchimisten auf kleiner Flamme brodeln lassen. Rühren nicht vergessen. Wir mußten das natürlich sofort ausprobieren und Herrschaften! Der Himmel! können wir nur sagen, zu Fischen oder Huhn oder Salsiccia oder mit etwas Balsamico zum Salätchen! Wir machten genug für drei kleine Weck-Gläser…



… und werden uns nun den ganzen Sommer daran ergötzen. Zum Beispiel am kommenden Samstag, alswann es hier warm und trocken sein soll und wir garantiert einen dikken Barsch auf dem Grill haben werden. Ganz vielen Dank, liebe Frau W. Wir werden jedenfalls einen Toast auf Sie ausbringen!

Montag, 16. Mai 2011

Scheußliche Olle Puppenmöbel…


… Reloaded Letzter Teil
Es tut uns ehrlich leid, daß Sie heute unser drittes und letztes Bild der Scheußlichen Ollen Puppenmöbel zu sehen bekommen – das Thema ist uns mittlerweile richtig ans Herz gewaxen! Die Möbel übrigens auch, weshalb wir die Entscheidung, sie der Mülltonne zu überantworten, noch einmal überdenken werden. Leider haben wir nun kein Material mehr für weitere kleine Arrangemangs, obgleich uns bereits etwas Neues in den Sinn kam und wir sämtliche Ecken unserer Schränke und Regale nach geeignetem Schnikkes & Nippes durchwühlt haben.
Aber der näxte Flohmarkt steht sozusagen schon vor der Tür. Und garantiert fällt uns dann allerlei Passendes ins Auge.
Ergötzen Sie sich also noch einmal und betrachten Sie

The Nursery



Falls es Sie übrigens interessiert, weil Sie auch ein Altreucher sind: Einen kleinen Teil der hier gezeigten Sächelchen finden Sie bei DieFranzinellis und in unserem Shabby- und Vintage-Ableger HouseCosy, beide bei Dawanda. Aber suchen müssen Sie selbst :)

PS: Uns ist bei unseren letzten drei Postings aufgefallen, daß man manche Bilder mit einem Mausklick vergrößern kann, andere hingegen nicht. Sollten Sie dieses Phänomen in Ihrem Blog kennen und sollten Sie eine Lösung dafür wissen: Wir wären für einen hilfreichen Tip sehr dankbar!

Sonntag, 15. Mai 2011

Scheußliche Olle Puppenmöbel…


… Reloaded Teil Zwei, wir haben es Ihnen ja angekündigt!
Heute:

Der Madam ihr Salöngchen



Sieht fast aus wie ein Suchbild, oder? Zum Beispiel: Wo ist Opa?
Wenngleich im Salon auch eher Polstermöbel stehen als Scheußliche Olle Puppenmöbel. Aber wir wollen mal nicht so pingelig sein.
Teil Drei haben wir übrigens auch noch. Sie dürfen sich auf morgen freuen.


Und außerdem:



Natürlich ergeben wir uns nicht ständig ausschließlich dem Müßiggang, wo kämen wir denn da hin! Nein, wir haben im Moment etwas sehr Schönes zu tun: Die nette Jana hat sich nämlich ihre ganz spezielle Holzbox gewünscht, bezogen mit Papier aus der Franzinelli-Werkstatt. Daran werden wir heute den ganzen Tag werkeln, damit wir das gute Stück bald zur Post tragen können. Ins Freie will man ohnehin nicht unbedingt, denn das Wetter ist ja zur Abwexlung mal erfreulich schlecht. Falls Sie unsere Begeisterung für kräftige Regenschauer nicht teilen: Wir haben uns seit Tagen nicht in unseren Gemüsegarten getraut, denn es war bisher so trocken, daß wir fürchten mußten, unsere Tomaten und Gurken und alles andere könnten eingegangen sein. Vorhin waren wir mal kukken: Glücklicherweise ist das Grünzeug einigermaßen am Leben. Wir könnten aber noch etwas mehr Wasser gebrauchen. Sollten Sie Ihres also nicht wollen, schicken Sie es gerne zu uns rüber!

Samstag, 14. Mai 2011

Wir schmeißen ja…



… niemals etwas weg – und was für ein Glükk auch!

Da haben wir nämlich mal irgendwann auf einem Flohmarkt für ein paar Kröten diese relativ großen, leider scheußlichen Puppenmöbel mitgenommen in der Absicht, sie eines Tages nett herzurichten…


… jedoch landeten sie einstweilen, wie so vieles, in unserem unmöglichen und unaufgeräumten Keller, wo sie alsbald der Vergessenheit und den Spinnen anheimfielen.
Bis heute, als einer sie beim Weinholen in einem staubigen Winkel wiederentdeckte.
Na! dachten wir. Kukk mal, die ollen Möbel! Gehören eigentlich in den Müll. Oder auch nicht. Denn ebensogut könnten wir zuerst eine kleine Foto-Session veranstalten, mit all dem anderen Schnikkes & Nippes, den wir so herumstehen haben in Schränken und Buffets. Herrschaften, was sich da einfand, das wir schon sozusagen abgehakt hatten!
Wir verbrachten einen herrlichen Nachmittag voller Wiedersehensfreude und präsentieren Ihnen heute Teil Eins von "Scheußliche Olle Küchemöbel Reloaded", nämlich

"Kitchen-nett"




Und gehen Sie jetzt nicht weg, denn morgen zeigen wir Ihnen jedenfalls den zweiten Teil!


Dienstag, 10. Mai 2011

Unsere Nachbarn…


… westlich des Rheins sind wirklich zu beneiden, finden wir. Selbst in der Provinz gibt es immer einen Super U oder sonst einen gutsortierten Supermarkt, in dem Delikatessen auf einen warten, für die Landpomeranzen wie wir hierzulande weit fahren müssen.
Neulich bei unseren Exilierten machten wir deshalb gleich einen kleinen Rundumschlag und brachten uns nicht nur Wein und Confits mit, sondern auch mehrere Flaschen Fischsuppe.


Ganz gegen unsere sonstige Gewohnheit, denn im Allgemeinen sind wir nicht unbedingt Fans von vorgekochtem Essen. Diese "Soupe de Poissons" besteht jedoch aus weiter nichts als Fisch, Tomaten und Salz und ist deshalb bereit für sämtliche Sorten Meeresgetier, Gemüse und Kräuter. Eine feine Alternative also, wenn man keinen Fischhändler griffbereit hat, der einem Abschnitte mitbringt, oder wenn die Zeit fehlt, selber einen Topf Fond zu kochen.


Wir haben nun unsere letzte Flasche aufgebraucht, aber glücklicherweise sind die Exlilierten bereits im Anmarsch. Und einen dikken Einkaufszettel haben sie selbstredend längst erhalten…

Montag, 9. Mai 2011

Manchmal brauchen wir…



… eine halbe Ewigkeit für ein Projekt, zum Beispiel für dieses:
Handgefertigte Holzbox mit Deckel "Vogelzug"





So eine wollten wir uns eigentlich schon im Februar herstellen, aber wie es dann immer so ist – ständig hat man etwas anderes um die Ohren und dann möchte man noch wegfahren und auf einmal ist Mai. Tragisch, wirklich. Aber ab heute gibt´s die Box endlich ganz neu im Shop. Sollte Ihnen rein zufällig die Farbe nicht gefallen, kein Problem, wir geben Ihnen sehr gerne eine andere!

Und außerdem:

Daß wir das unverdient sommerliche Wochenende quasi auf dem Hof verbracht haben, brauchen wir wohl nicht extra zu erwähnen. Und natürlich war der Blaue Hitzemolch in Betrieb, mit allerlei Delikatessen von Schwertfisch bis Spargel. Gestern war zum Schluß noch genug Glut übrig, um zwei schöne Saiblinge zu räuchern…



… denn heute ist zum Kochen keine Zeit und so wird es ein kaltes Abendessen geben, bestehend aus Fisch und Fenchelbrötchen. Ein Salätchen dazu, fertig. Ganz schön schlaue Franzinellis sind wir, finden Sie nicht?

Sonntag, 8. Mai 2011

Früher…



… gab es Bowle ja eigentlich nur zu Anlässen. Zu Silvester zum Beispiel oder einem besonderen Geburtstag. Man besaß ein schaurig-schönes Bowle-Set, meist aus Glas, mit einer gigantischen Deckelschüssel, dazu Henkeltassen, eine Schöpfkelle und kleine Plastikgabeln mit zwei Zinken. Bevorzugte Früchte: Dosenpfirsiche oder Dosenananas, mit einem Extra-Berg Zucker und etwas Cognac angesetzt. Bevorzugter Wein: Der günstigste, den der Supermarkt im Regal stehen hatte, vorausgesetzt, er war süß. Dito Sekt. Eine Schachtel Kopfschmerztabletten hätte grundsätzlich & zwingend dazugehört. Bowle war als Getränk natürlich total unmännlich, weshalb sich ausschließlich die Frauen um die Glasschüssel scharten, die Mannen tranken Bier oder was auch immer, jedenfalls bei uns.
Bis gestern.
Gestern nämlich hatten wir Erdbeerbowle: Aus frischen Erdbeeren ohne Zucker, einer Flasche Elbling von der Mosel und eiskaltem Sekt. Lekker war das. Sehr lekker sogar. Zwar hat Mutter Franzinelli ihr Bowle-Set schon vor Jahren auf dem Flohmarkt verhökert, aber eine große Kanne und einfache Gläser taten es auch. Glauben Sie es oder nicht, selbst die männliche Besatzung verlangte ihren Anteil. Glücklicherweise hat die Beerensaison gerade erst begonnen, und das Erdbeerbüdchen steht direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite! Und beim Stöbern in den Kochbüchern fanden sich passenderweise mehrere feine Bowle-Rezepte. Kaum zu glauben. Da werden wir gleich mal Sekt kalt stellen…

Freitag, 6. Mai 2011

Rhabarber…


… ist im Gemüsegarten eine der wirklich ausdauernden Pflanzen. Jedes Frühjahr denkt man, er müsse eingegangen sein und schon eine Woche später befindet man sich hektisch auf der Suche nach neuen Rezepten zwecks sinnvoller Verwertung.
Dieses Jahr entdeckten wir "Little Rhubarb Tarts" im Foodblog des "Guardian", und wenngleich auf unserem Foto die Minzblättchen zur farblichen Abrundung fehlen – wir waren zu gierig, noch einmal in den Garten zu sprinten und welche zu ernten –, müssen wir sagen, daß es sich um wirklich feine kleine Ensembles handelt. Geschmacksmäßig, meinen wir jetzt. Allerdings mit ziemlich viel Arbeit verbunden, denn man muß zuerst piepkleine Mürbeteigtörtchen backen und die wollen mühsam in ihre Formen gepfriemelt werden. Und natürlich die Füllung mit Namen Hüftgold: Mascarpone und Sahne, das ist einfach abnorm. Aber dann wiederum der mit Orangesaft gedünstete Rhabarber – köstlich! Wir haben uns schnell ein Täßchen Tee dazu gekocht…


Donnerstag, 5. Mai 2011

Manchmal muß man…



… eben Glükk haben: Man sucht ewig etwas Bestimmtes und immer ist es viel zu teuer, und mit einem Mal macht man ganz unerwartet genau den richtigen Fang und er kostet keinen Arm und kein Bein!
Vielleicht gibt es bei Ihnen auch jemanden, der sich mit einer Schiefertafel herumquälen mußte, damals, im ersten Schuljahr? Der sich, die Zunge im Mundwinkel, mit heißen Schwitzhändchen abmühte beim Buchstabenmalen, dieweil der steinharte Griffel auf dem Schiefer erbärmlich kreischte? Der noch weiß, daß es nahezu unmöglich war, drei oder vier saubere Reihen hinzukriegen, ohne zu schmieren und ohne einen Teil versehentlich mit dem Pulloverärmel auszuwischen? Und am Ende kam Mutter, schaute sich die unzulängliche Arbeit an und löschte sie mit einem feuchten Daumen. Alles für die Katz, von vorn.
Das Ganze diente ja der Entwicklung einer guten Handschrift. Die war irgendwann mal eine echte Tugend und es gab dafür im Zeugnis eine Note. Albern, eigentlich, denn spätestens beim Übertritt ins fünfte Schuljahr und der Einführung des Kugelschreibers war es damit wieder Essig. Entsetzlich, wirklich. Und unser Schulkind Mucki Franzinelli kann über solche Grillen nur staunen.
Wie auch immer: Die Schiefertafel konnte nix für das Dilemma und ist an sich ein schöner und wünschenswerter Gegenstand. Das sehen offenbar eine Menge Altreucher so, denn manche bezahlen Phantasiepreise für so ein Täfelchen. Wir wollten das natürlich nicht, aber weil wir nicht nur Altreucher, sondern auch geduldige solche sind, wenn es darauf ankommt, hatten wir Glükk. Unsere Tafel darf nun ihre alten Tage als Fotounterlage für unseren Schnikkes & Nippes verbringen. Und schreiben soll heute niemand mehr darauf…

Und außerdem:

Backtag hatten wir tatsächlich länger nicht mehr, aber heute war endlich Zeit für eine Ladung Dinkelbrötchen mit Sonnenblumenkernen.
Was zuerst immer aussieht wie Steine auf einem Backblech…



… ist dann nach dem Backen richtig braun & gut. Wir haben gern einen kleinen Vorrat in der Eistruhe…



Mittwoch, 4. Mai 2011

Falls Sie denken…


… daß wir uns zur Zeit ausschließlich mit Essen, Trinken und Gartenarbeit beschäftigen: Das ist nicht der Fall!


Wir werkeln auch friedlich vor uns hin, und neben neuen Säcken "Hang it or stand it" haben wir zwei Sorten Anhänger verfertigt, die in allen Lebenslagen an kleinen Geschenklein befestigt werden können. "Händchen" gibt´s schon im Shop, "Scherenschnitt" wird alsbald hinzukommen.




Und außerdem:

Heute beim Joggen durften wir feststellen, daß es draußen nur sommerlich aussieht: Es blies uns ein sehr frischer Nordwind ins Gesicht.
Vielleicht erwähnten wir bereits, daß wir nicht die geborenen Sportskanonen sind? Falls nicht: Wir sind nicht die geborenen Sportskanonen, und wenn jemand käme, der glaubhaft beweisen könnte, daß Sport ungesund ist, wären wir die Ersten, die die Laufschuhe an den Nagel hängen würden. Ehrlich wahr.
Das Problem mit Sport ist immer das Vorher: sich aufraffen, Klamotten anziehen, Schuhe aus dem Keller holen, lostrotten. Dabei kommt es doch bloß auf das Nachher an: Wie toll man sich fühlt nach einem einstündigen, ehrgeizfreien Lauf durch die Felder! Und wie gut man aussieht mit seinen roten Bäckchen und dem sonnenverbrannten Cornichon, das normalerweise "Nase" heißt!
Heute hatten wir auf dem Heimweg den Wind im Rücken, und Sie glauben gar nicht wie schnell plötzlich aus Vorher Nachher wurde. Und natürlich fühlen wir uns jetzt wieder toll. Bis zum näxten Mal…


Dienstag, 3. Mai 2011

Der erste…


… Salat ist immer der lekkerste, auch wenn es geschenkter ist, weil wir selbst noch keinen im Garten haben.


Unser Nachbar Peter teilt nämlich großzügig mit uns, denn Peter fängt immer sehr zeitig an mit der Gartenarbeit und pflanzt und sät, was das Zeug hält. In manchen Jahren hat er Glükk und es ist schon im März warm genug, in anderen muß er im April nochmal von vorn anfangen, weil ihm ein Teil seiner Saaten eingegangen ist. Dieses Jahr ist ein Glükksjahr und in Peters Folientunnel gedeihen mehr Kopfsalate, als der Gärtner essen kann. Aber wir helfen ja gern, wirklich!

Pimp your Pillbox…


… dachten wir Altreucher uns, nachdem wir eine ganze Tüte voll vom Flohmarkt mitgebracht hatten. Die sind wirklich süß, die Böxchen, wenngleich höxtens ein paar winzige Pillen hineinpassen…


… oder vielleicht auch ein Paar Ohrstecker oder ein Ringlein oder ein wirklich sehr klein zusammengefalteter Liebesbrief.
Wie dem auch sei: Wir möchten Ihnen an dieser Stelle einmal unseren zweiten Dawanda-Shop an Herz legen. Der heißt HouseCosy und wir stellen hier und da nette Vintage-Artikel hinein, wenn wir etwas Hübsches finden, das wir mit Ihnen teilen möchten. Oder wenn wir Gelüste verspüren, komplett nutzlose, aber dekorative Kleinigkeiten im schäbigen Schick anzufertigen.





Die drei gepimpten Pillenboxen zum Beispiel werden wir heute einstellen, und falls Sie auch ein Altreucher sind wie wir, kommen Sie einfach mal kukken!



Montag, 2. Mai 2011

Wir müssen Ihnen…


… heute mal etwas außerordentlich Rheinisches vorstellen, nämlich eine Scheibe Weck mit Rübenkraut.


Laut Professor Adam Wredes "Neuem Kölnischen Sprachschatz" aus dem Jahr Pief handelt es sich bei "Weck" um "keilförmiges Gebäck… immer aus guten Weizenmehl ". Wir sagen auch "Platz" dazu, den der Professor als ein "rundes… aus bestem Weizenmehl… bereitetes Gebäck" beschreibt, wenngleich der "Kirmesplatz" wieder länglich war, mit Butter und Eiern angereichert. Da hatte der Esser dann Kirmes, und nicht nur, weil ein Karussell auf dem Markt stand!
Wie auch immer: Früher wurde bei Oma Sofie und Tante Agnes jeden Nachmittag Kaffee getrunken. Da kamen wir nicht "um vier", wir kamen "zum Kaffee". Unter der Woche war selbstredend an Kuchen nicht zu denken, aber ein Weck – oder Platz – lag immer im Schrank.
"Krißte och en Schiev Weck?" ("Bekommst Du auch eine Scheibe Weck?") wurde der Eintretende gefragt. Und auf dem Teller erschien eine dikke Scheibe, sorgfältig mit Butter und Rübenkraut bestrichen. Sie glauben gar nicht, wie wunderbar diese Kombination zusammenpaßt: Der Weck eher neutral als süß, das Rübenkraut hingegen süß und herzhaft zugleich – sensationell. Man läßt jede Torte dafür stehen, zumindest als in der Wolle gefärbter Rheinländer.
Zu Ostern backen wir übrigens jedes Jahr einen gigantischen Weck, denn der gehört unbedingt zu Schinken und Eiern. "Häste alld Weck jebacke?" (Hast Du schon Weck gebacken?") wird man in der Karwoche gefragt. Aber auch eine Stulle aus Käse, Schwarzbrot und Weck ist keinesfalls zu verachten, die heißt dann "Weckbotteram".
Wir hatten noch Weck von Ostern in der Eistruhe. Und machen jetzt mal Kaffee…

Sonntag, 1. Mai 2011

Spargel schälen…


… ist eine sehr kontemplative Tätigkeit, vor allem am 1. Mai, bei zauberhaftem Wetter auf dem Hof, den azurblauen Himmel über sich, während aus dem Festzelt auf dem Marktplatz Musikfetzen herüberwehen. Die ersten Schwalben waren auch anwesend, Rauchschwalben sogar.


Und später dann der Klassiker: Spargel und Kartoffeln und wundervoller Schinken, mit cremiger Sauce Hollandaise, eigenhändig in der Kupferschüssel aufgeschlagen vom Herrn des Blauen Hitzemolchs, der heute ausnahmsweise den Grill mit dem Herd tauschen durfte. Dazu die letzte Flasche köstlichen Weißburgunder aus 2008.
Kinder, das Leben kann so schön sein!


Falls wir jetzt den Eindruck erwecken, daß wir gestern den ganzen Tag beinahe Hungers gestorben wären – weit gefehlt! Wir waren nämlich eingeladen, zu einem herrlichen Lunch bei Freunden. Auf der Terrasse. In der Sonne. Mit Erdbeerbowle. Und gegrillten Schwertfischspießen und marinierten Scampi und Brot und Öl und einem Karottensalat, der seinesgleichen nicht hat. Das Rezept bekamen wir zum Glükk eingepakkt, zusammen mit einer Flasche Olivenöl. Ein Schwarm Wanderheuschrekken ist nichts gegen Franzinellis als Gäste, ehrlich!
Solltest Du das hier zufällig lesen, Pamela – wir haben jede Sekunde genossen und danken noch einmal herzlichst! Die versprochenen Monster-Oktavhefte für die Puuten sind unterwegs!
Und wir hoffen natürlich, Sie alle hatten ein feines Mai-Wochenende!