Sonntag, 17. Juli 2011

Fool…


…" Narr, Dummkopf, Trottel, Dummbart", aber auch "Fruchtcreme", sagt das Lexikon dazu.
Bißchen dürr, finden wir, für diese Art Süßspeise. Auch nicht gerade nach ausgefeilter Prosa, aber schon etwas besser klingt dies:
"Fool ist ein klassisches englisches Dessert, bereits bekannt im 16. Jahrhundert. Es besteht aus gesüßtem Fruchtpüree und geschlagener Sahne."
Bei Franzinellis wird Fool aus reifen, saftigen, duftenden Nektarinen hergestellt, mit wenig Zucker, einem Hauch Zimt und einem Spritzer Limette. Dazu ein Mix aus Joghurt und geschlagener Sahne. Und keinesfalls fehlen darf Shortbread dazu, zum Knuspern. Sommerlicher als sommerlich, an einem schönen Tag auf dem Hof genossen. Einem Sonntag zum Beispiel, der vielleicht doch noch sonniger wird als im Wetterbericht angekündigt.
Was uns wieder hierher führt, zur "Initiative Sonntagssüß". Eine kuhle Idee, die jede Woche auf´s Neue zum Mittun verführt. Wir sind dabei mit "Nectarine Fool with Shortbread Fingers". FdH? Machen wir dann morgen…


Unser Fool stammt übrigens aus einem ollen englischen Kochbuch aus dem Achtzigern, nämlich "Classic Favourites". Einer von uns bekam es mal von jemandem geschenkt, der offensichtlich dabei war, seine Wohnung auszumisten. Und nicht recht wußte, was er da weggab, zum Glükk.


Layout und Fotos sind natürlich nicht gerade preisverdächtig, verglichen mit heutigen Kochbüchern…


Wir blättern trotzdem furchtbar gern in solchen Scharteken. Zum einen der Nostalgie wegen. Zum anderen, weil Küchenklassiker nicht ohne Grund Klassiker sind. Das merkt man, wenn man sie gelegentlich wieder kocht: Kein Firlefanz und einfache, gute Zutaten. Nectarine Fool, zum Beispiel…

PS: Ist Ihnen eigentlich mal aufgefallen, daß Speisen früher immer klangvolle Namen trugen? Sie wurden nach ihrem Erfinder benannt oder nach dem prominenten Gast, für den sie gekocht worden waren. Wie "Hühnchen Tetrazzini", nach einer italienischen Opernsängerin. Oder "Boeuf Stroganoff", das Herr Escoffier sich für eine russische Adelsfamilie ausgedacht hat. Unser Favorit ist "Hühnchen Kiew", obwohl keiner sagen kann, ob das Gericht wirklich aus der Ukraine stammt. Schade eigentlich, daß wir den Fool nicht erfunden haben. "Fool Franzinelli" hört sich nicht mal schlecht an…

Kommentare:

  1. ...läääcker ;-))) *♥Sonntagsknuddelgrüßchen*

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  2. so schön, dass man durch diese initiative immer wieder neue namen, neue geschmacksrichtungen und neue blogs kennen lernt. fool mag ich ab sofort!

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  3. ..ich finde es auch herrlich spannend wer diese Speisen einst einmal getauft hat. Aber sage mal scheint bei dir die Sonne..dein Fool schaut so sonnenverwöhnt aus..genieß sie für mich mit :-)

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  4. Also "fool franzinelli" Ist der Hammer...hört sich wunderbar an und liegt gut auf der Zunge ;o)
    Mein FdH ist dann auch gleich unlekker..naja...weniger lekker lekker..als üblich...sogar der neben mir auf der Bank hat's bemerkt *lach*
    Liefs,
    Maren

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  5. ich hätte glatt ein fool franzinelli genommen - das wär dann doch auch irgendwie fdh, oder? ;-)

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  6. Liebe Franzis,
    das sieht ja total lecker aus. Das schmeckt mir sicher auch! Ich find's so toll, dass die alten Kochbücher wieder zum Einsatz kommen. Ich hab leider keines, aber vielleicht find ich ja bei meiner Mom noch eins.
    Liebe Grüße
    Melanie

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  7. Das Kochbuch ist super, ich liebe solche Schätzchen... Und wenn es dann noch mit so tollen Namen aufwarten kann :)!

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