Donnerstag, 5. Mai 2011

Manchmal muß man…



… eben Glükk haben: Man sucht ewig etwas Bestimmtes und immer ist es viel zu teuer, und mit einem Mal macht man ganz unerwartet genau den richtigen Fang und er kostet keinen Arm und kein Bein!
Vielleicht gibt es bei Ihnen auch jemanden, der sich mit einer Schiefertafel herumquälen mußte, damals, im ersten Schuljahr? Der sich, die Zunge im Mundwinkel, mit heißen Schwitzhändchen abmühte beim Buchstabenmalen, dieweil der steinharte Griffel auf dem Schiefer erbärmlich kreischte? Der noch weiß, daß es nahezu unmöglich war, drei oder vier saubere Reihen hinzukriegen, ohne zu schmieren und ohne einen Teil versehentlich mit dem Pulloverärmel auszuwischen? Und am Ende kam Mutter, schaute sich die unzulängliche Arbeit an und löschte sie mit einem feuchten Daumen. Alles für die Katz, von vorn.
Das Ganze diente ja der Entwicklung einer guten Handschrift. Die war irgendwann mal eine echte Tugend und es gab dafür im Zeugnis eine Note. Albern, eigentlich, denn spätestens beim Übertritt ins fünfte Schuljahr und der Einführung des Kugelschreibers war es damit wieder Essig. Entsetzlich, wirklich. Und unser Schulkind Mucki Franzinelli kann über solche Grillen nur staunen.
Wie auch immer: Die Schiefertafel konnte nix für das Dilemma und ist an sich ein schöner und wünschenswerter Gegenstand. Das sehen offenbar eine Menge Altreucher so, denn manche bezahlen Phantasiepreise für so ein Täfelchen. Wir wollten das natürlich nicht, aber weil wir nicht nur Altreucher, sondern auch geduldige solche sind, wenn es darauf ankommt, hatten wir Glükk. Unsere Tafel darf nun ihre alten Tage als Fotounterlage für unseren Schnikkes & Nippes verbringen. Und schreiben soll heute niemand mehr darauf…

Und außerdem:

Backtag hatten wir tatsächlich länger nicht mehr, aber heute war endlich Zeit für eine Ladung Dinkelbrötchen mit Sonnenblumenkernen.
Was zuerst immer aussieht wie Steine auf einem Backblech…



… ist dann nach dem Backen richtig braun & gut. Wir haben gern einen kleinen Vorrat in der Eistruhe…



1 Kommentar:

  1. Liebe Franzis,
    bin auch endlich mal wieder im Bloggerland und natürlich auch bei Euch.
    Das ist ja heute ein Post für mich ;-)
    Denn Tafeln gehören ja wohl zu meinem Job :-)
    Ich schätze mich auch so glücklich, denn ich habe vier oder fünf von den alten Tafeln von meiner ehemaligen Chefin "geerbt" ;-)
    Und in so eine "Semmel" würde ich jetzt gerne reinbeißen.
    Liebe Grüße
    Melanie

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