Sonntag, 22. Mai 2011

Gestern im Asia-Laden…


… schoben Franzinellis wieder ihren Einkaufswagen durch die Regalreihen, als hätte es seit Wochen nix Anständiges zu essen gegeben. Zumal näxtes Wochenende eine größere Party ins Haus steht, für die bereits die Rezeptbücher gewälzt werden. Unter anderem kauften wir: Süße Sojasauce, grüne Thai-Curry-Paste, Garnelenpaste und eine Flasche Fischsauce.
Letztere beiden zählen für uns zu den Mysterien der asiatischen Küche: Garnelenpaste, ein steinharter bräunlicher Klumpen in einer kleiner Pastikdose, riecht wie ein gigantischer Berg Garnelen, der sehr sehr lange in der Sonne gelegen hat. Man braucht die sprichwörtliche Messerspitze zum Würzen einer großen Menge Flüssigkeit, und das Ganze schmeckt am Ende wundersamerweise einfach nur köstlich nach frischen Meeresfrüchten. Fischsauce hingegen ist dünn und klar und hat einen etwas unbestimmten Geruch, nicht nach Fisch, jedenfalls unsere Sorte nicht, obwohl sie aus fermentierten Anchovies hergestellt ist. Unser allerältestes China-Kochbuch liefert eine verschwurbelte Erklärung für den Einsatz von Fischsauce, die sinngemäß lautet "Schütte das Zeug einfach zu jedem Gericht dazu und es schmeckt besser als ohne".


Bei uns war Fischsauce beim gestrigen Grillen Bestandteil dieses herrlichen Salats aus hauchdünn geraspelten Möhren, Mango-Würfeln und einem sensationellen Ingwer-Chili-Limetten-Dressing. Wie das Salätchen ohne jene Zutat geschmeckt hätte, wissen wir nicht. Es blieb auch kein Löffel davon übrig.


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