Donnerstag, 17. März 2011

Teil 3: Zurück aus Big City…


… haben Franzinellis mal einen Haufen Fotos sortiert. Und wir geben Ihnen gerne welche zum Schauen. Vielleicht fahren Sie demnäxt hinüber und schlagen wie wir lang hin angesichts des touristischen Overkills. Vielleicht auch nicht, das nimmt ja jeder anders wahr.
Aber es gibt eine Menge herrlicher Orte, die man nicht gleich mit Tausenden anderen teilen muß. Wir zeigen Ihnen noch schnell ein paar davon.




Falls Sie sich einmal vom Trubel an den berühmtesten Sehenswürdigkeiten erholen wollen: Fahren Sie mit der Metro bis Chancery Lane oder Temple und schlendern Sie eine Weile durch die Inns of Court. Einst Ausbildungs- und Wohnstätten für Juristen, residieren rund um die grünen Innenhöfe heute gerichtszugelassene Anwälte mit ihren Büros. Man könnte glatt glauben, die Zeit sei stehengeblieben, so friedlich ist es dort. Nehmen Sie ein Picknick mit und genießen Sie.
Und sollten Sie am Ende noch ein Stündchen Zeit haben und es lohnt sich nicht mehr, woanders großartig etwas Neues anzufangen: The Hunterian Museum im Royal College of Surgeons finden Sie in Lincoln´s Inn Fields. Dort können Sie betrachten, wie die Wissenschaft dereinst begann, sich die Kinderschuhe abzustreifen. Spannend, kurios und rührend. Der Eintritt kostet nichts.


Diese beiden seltsamen Kollegen fanden wir in einem überaus putzigen Museum tief im Osten Londons, im Victoria & Albert Museum of Childhood. Die Sammlung umfaßt Spielsachen, Kleidungsstücke, Fotos und Kinderzimmereinrichtung aus den letzten fünf Jahrhunderten. Das Ganze ist ein bißchen unsortiert dargeboten, aber mit ganz viel Charme. Fahren Sie nach Bethnal Green und nehmen Sie jedenfalls die Kinder mit: Die werden dort ganz wunderbar unterhalten und können sich richtig austoben, während die Senioren zwischen den Vitrinen umherschlendern und kukken. Der Eintritt in dieser gastlichen Stätte ist frei.
Falls Sie grundsätzlich irgendwelche Puuten zu beschäftigen haben, können Sie auch ins Museum of London gehen oder dessen Ableger Museum in Docklands auf der Isle of Dogs. Sind beide molto interessante, schick & modern und die Zwerge werden sehr angesprochen. Da kommt gar nicht erst Langeweile auf und auch hier sind die Eintritte frei. So macht man Museum richtig.


An irgendeinem Tag, wenn Sie in London sind, kommen Sie garantiert an Piccadilly Circus vorbei. Garantiert. Auch wenn Sie eigentlich touristische Treffpunkte mit Himmel und Menschen und einem gigantischen Verkehrschaos nicht so mögen. Steigen Sie trotzdem aus dem Bus oder aus der Metro und trotten Sie in westlicher Richtung Piccadilly hinunter. Da finden Sie nicht nur Fortnum & Mason, sondern auch die ganz wundervolle Buchhandlung Hatchard´s mit jeder Menge signed editions, denn Authors love Hatchard´s. Da können Sie eine Weile schmökern und sich fühlen wie zu der Zeit, als Buchläden zu einer derartigen Beschäftigung noch einluden. Alsdann: die unvergleichlich elegante Burlington Arcade. Gehen Sie in der Dämmerung hin, die Passage ist phantastisch beleuchtet.
Sollten Sie zu denjenigen gehören, die keine Erfüllung darin finden, ihren Kaffee aus einer Pappschnabeltasse auf der Straße zu schlürfen, gönnen Sie sich ein Teechen. Wenn Sie es richtig anfangen wollen, gehen Sie ins Ritz , but make sure you´re feeling rich. Reservierung und smart dress erwünscht. Wir fanden, Wolseley ist auch nicht zu verachten, um den vielfach gepriesenen Afternoon Tee zu genießen (und danach auf´s Abendessen zu verzichten), aber ganz normalsterblich fühlen darf man sich bei Richoux. Und sehr schön ist es dort auch. Es gibt übrigens eine Filiale auf der Brompton Road, für den Fall, daß Sie mal komplett erschlagen von Parfumdünsten bei Harrod´s herausstolpern.



Wir fanden traurigerweise, daß es Orte in London gibt, die leider ungesehen bleiben müssen, es sei denn, man stürzt sich mit Todesverachtung in das Getümmel aus Klasse-10-Abschlußfahrern, Reisebusgruppen aus ganz Europa und dem allgemeinen Verkehrsgewühl. Westminster gehört dazu. Aber wenn Sie die Westminster Bridge überqueren, können Sie auf der South Side prima und ungestört flanieren. Und einen richtig schönen Blick auf den alten Big Ben und Houses of Parliament werfen. Sie können dort auch Fotos machen, die den Eindruck erwecken, das ganze Ensemble stünde da in ehrwürdiger Einsamkeit. Gehen Sie bis Lambeth Bridge und von da aus zurück zum Parliament Square. Unterwegs können Sie sich immer noch überlegen, ob Sie sich unbedingt an Westminster Abbey zur Besichtigung anstellen müssen.
Die Kirchen in London nehmen übrigens Eintritt. Westminster wissen wir jetzt nicht, aber St. Paul´s kostet geschmeidige 16 EUR. Pro Nase. Puuten 6 EUR. Dafür gibt´s einen schicken multimedia guide und eine Führung. Sollte man sich vielleicht gelegentlich gönnen, wenn´s gerade paßt.


Und an einem herrlichen Tag machen Sie einen Ausflug in den Hyde Park und nach Kensington Gardens. Da ist es schön, selbst im späten Winter, und die Puuten können ein bißchen herumrennen, außerdem ist Kensington High Street nicht weit. Und wenn Sie an den Spiegeln vorbeikommen, machen Sie ein Foto. Wie alle. Wie Franzinellis natürlich auch.





1 Kommentar:

  1. ....ich war wiedermal dabei ;-)))
    ...... -`҉҉´-
    ..-`҉҉´..)/.-`҉҉´-
    ¨´“˜~.)/¸.~“˜¨
    DANKEschööön...und habt ein himmlischherrlichschööönes WE!
    Paulina Annette *♥knuddelschmatz*

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