Sonntag, 13. Februar 2011

Karneval…


… rückt unaufhaltsam näher, und wir müssen wieder einmal feststellen, daß wir dieser Angelegenheit zwiespältig gegenüber stehen.
Zwar sind Franzinellis in der Wolle gefärbte Rheinländer und gehen keiner Feier aus dem Weg. Andererseits hat der rheinische Karneval so viele schauderhafte Facetten, daß man sich gut überlegen muß, wo man mitmachen wird.
Bis zum Karnevalssonntag, an dem sich die ganze Familie trifft, um vor der Haustür den hiesigen Zug anzukukken und danach in der Küche gründlich abzufeiern, ist es ja noch ganze eine Weile hin. Vorher gehen zum Beispiel zwei von uns zu einer Karnevalssitzung. Und was braucht man da? Richtig. Ein Kostüm. Unsere zwei Franzinellis gehen als Fischer und Fisch. Ja, Sie haben richtig gehört. Da hier aus Gewohnheit niemand fertig gekaufte Kostüme trägt, mußte zackig etwas zusammengenagelt werden. Und da hier aus Gewohnheit mit allem ziemlich spät angefangen wird, drängt es allmählich: Am kommenden Donnerstag muß die Chose komplett fertig sein. Der Fischer hatte es verhältnismäßig einfach und hat seine Sachen bereits beisammen. Der Fisch in spe hingegen brachte den Sonntag damit zu, hunderte Straßsteine auf einen selbstgenähten fischfarbenen Kittel mit ebenfalls selbstgenähter Glitzerflosse zu kleben und eine Ladung Pailletten zu befestigen. Eine zauberhafte Arbeit, das dürfen Sie glauben. Das Ergebnis überzeugt noch nicht ganz, deshalb enthalten wir es Ihnen einstweilen lieber vor. Und es gibt eine weitere Kinke in Gestalt der bestellten Satin-Zungenschuhe aus dem Theaterversand, die bislang nicht geliefert sind. Der Donnerstag ist ja noch fern, aber die Pootschen müssen noch fischgrün eingefärbt werden…





Sie sehen also, mit welchen Schwierigkeiten der engagierte Karnevalist zu kämpfen hat. Mutter Franzinelli hat sich übrigens dieses Jahr ein sehr schönes Clownkostüm aus verschieden Karostoffen genäht. Obwohl erstaunlich zeitig damit begonnen wurde, ist es erst jetzt, nach vielen hysterischen Ausbrüchen und der helfenden Hand einer im Nähen begabten Freundin, fertig geworden, sogar mit passendem Karohütchen. Pap Franzinelli geht wie immer in einem antiken Frack, der in den zwanziger Jahren mal einem Kapellmeister gehört hat. Der dazugehörige Bibi ist noch lange nicht so alt, sieht aber nach mehrmaligem Tragen defintiv verkommen aus. Pap hat jedoch bereits angekündigt, daß er ihn auch in diesem Jahr wieder aufsetzen wird und wir ihm aus diesem Grund gar nicht mit einem neuen zu kommen brauchen!

Kommentare:

  1. Ha, ich stehe dem ganzen ja noch viel zwiespältiger entgegen so als Hanseat,..da feiert man ja keinen Karneval ;o)...Glücklicherweise hier auch nicht *lach*, aber mein Kleiner muss am Donnerstag verkleidet in den Spielkreis kommen...so, jetzt habe ich als Kein-Karneval-Feier-Kein- Kostüm-Fischkopp ein echtes Problem *kratzamkopf*
    Wünsche euch Fischen viel Spass,..ist bestimmt super gezellig, wenn alle mitfeiern und solch schöne Kostüme tragen :o)
    Feine Woche wünsch ich euch!
    Groetjes,
    Maren

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  2. „Wenn keine Narren auf der Welt wären, was wäre dann die Welt?“
    Johann Wolfgang von Goethe

    ...Helau/ALAF/Zickezacke Hühnerkacke ;)
    Annette *♥FröhlicheMontags-Valentinsgrüßchen*

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  3. ;-) Ha, und ich dachte schon, nur ich verkelide mich hier im Bloggerland!
    Viel Spaß!
    LIebe Grüße
    Melanie

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