Donnerstag, 29. April 2010

La Paloma…

Ein Wind weht von Süd
und zieht mich hinaus auf See!
Mein Kind, sei nicht traurig,
tut auch der Abschied weh.
Mein Herz geht an Bord
und fort muß die Reise gehn.
Dein Schmerz wird vergehn
und schön wird das Wiedersehn!
Mich trägt die Sehnsucht
fort in die blaue Ferne.
Unter mir Meer
und über mir Nacht und Sterne.
Vor mir die Welt,
so treibt mich der Wind des Lebens,
wein nicht, mein Kind,
die Tränen, sie sind vergebens.

Auf Matrosen, ohe…


Ja, liebe Leute, so ist das bei den Seefahrern – wenn sie wegwollen, hinaus auf´s Meer, kennen sie keine Freunde, Freundinnen und romantischen Anwandlungen!
Aber unser Schaukelschiff "7Seas Jolly" bleibt immer im heimatlichen Hafen…

Und außerdem:

Unsere Saatkartoffeln liegen seit gestern in der Erde, und nun warten wir. Darauf, daß es unbedingt mal tüchtig regnet! Außerdem sind die Tomatensetzlinge angekommen. Nach zwei Tagen im dusteren Postpaket sehen sie etwas zutzelig aus, aber aus Erfahrung wissen wir, daß sie sich flugs erholen, sobald sie den Reisestaub abgeschüttelt haben. Die näxten Tage werden sie wohl unter dem Dach verbringen müssen, angeblich nähern sich die Eisheiligen mit ihrem kalten Atem…

Sonntag, 25. April 2010

Die erste…


… Grille des Jahres 2010 an einem ganz unverhofft sommerlichen Sonntag! Wir hatten eigentlich garnix dafür eingekauft und auf dem Hof sah es noch aus wie bei Hempels unterm Sofa, vom Zustand des Grillrosts überhaupt nicht zu reden!
Wir also Samstag flott gekehrt, ein paar olle Blumentöpfe weggeschmissen und die Gartenmöbel herausgeholt, außerdem mit radierenden Reifen zum Metzger und in der drei Kilometer langen Schlange angestellt. Hat eigentlich das gesamte Rheinland gegrillt?

Aber dann: Warten auf den Startschuß!


Iceberg Wedges mit Zitronendressing, Brunnenkresse- und Frisée-Salat, Memphis style spareribs…


Naan-Brot to be…


… und natürlich Maiskolben und eine Flasche Wein!


Kurz den Deckel unseres Holzkohle-Hitzemolchs gelüftet: Spareribs auf dem Rack kurz vor dem Auftragen.


Und gleich nach dem Auftragen mit homemade rib sauce.


Und wenig später.
Nachtisch gab´s keinen, zum Glück…

Donnerstag, 22. April 2010

Die Stempel-Manie…


… ist wieder ausgebrochen, und Franzinellis schnitzen wie wild! Vermutlich fragen sie sich in Italien, warum der Umsatz ihrer Riesenradiergummis in einem Geschäft im Rheinland so rasant angewaxen ist wie seit Jahren nicht. Sollten mal bei uns kukken kommen…


Unser zurzeitiges Lieblingsmotiv ist diese sehr einfache Blüte, und wir konnten nicht widerstehen und mußten Skizzenbücher und ein Moleskine-Cahier damit bedrucken. Die Stempelkissen sind ebenfalls neu und auch ein Thema, mit dem man sich Ewigkeiten beschäftigen kann…


Zu den Skizzenbüchern mußten dann noch neue Etiketten her. Falls Sie welche brauchen, für Briefumschläge, Schulhefte oder was auch immer, wir haben ein paar übrig ;)

Dienstag, 20. April 2010

Rhabarber-Zeit…


… schöne Zeit? Je nachdem! Es gibt tatsächlich Franzinellis, die das ulkige Kraut meiden wie der Teufel das Weihwasser. Meiki Franzinelli zum Beispiel behauptet, es verursache ihm ein abscheulich stumpfes Gefühl auf den Zähnen. Pap hingegen freut sich über sämtliche Delikatessen, die Mutter Franzinelli aus den Stengeln fabriziert. Wie Rhabarber-Pie, ein Rezept aus einem alten amerikanischen Kochbuch.


Man muß Rhabarber übrigens nicht unbedingt schälen, wenn er jung und frisch aus dem Garten kommt und die Stengel nicht allzu dick sind. Allerdings gehört bei uns, wie wir schändlicherweise zugeben müssen, eimerweise Zucker dazu, also adé Gesundheit, Kalorienarmut und was nicht!


Ansonsten ein wirklich schöner Nachtisch, zusammen mit einem Täßchen Tee. Wir schreiben das Rezept jetzt hier nicht auf, denn vielleicht gehören Sie auch zu denen, die von Rhabarber stumpfe Zähne bekommen. Falls nicht, einfach eine mail ein Casa Franzinelli und wir schicken es gern!

Sonntag, 18. April 2010

Bratei-Brote…


… holte Mutter Franzinelli für sich und Pap zum Vesper aus dem Rucksack, als wir mal alle Mann in der Eifel wandern waren. Wir übrigen hatten auch Brote mit, dazu jeder ein Koch-Ei, das war blöd, denn Bratei-Brote wären einfach geiler gewesen. Wir verzehrten unser kleines Mittagessen unmittelbar neben dem Getriebe und Gewimmel eines gigantischen Ameisenhügels und beschlossen einvernehmlich, beim näxten Mal jedenfalls Bratei-Brote einzupacken.

Hier nun die Bratei-Brote eines kleinen Trupps Franzinellis auf dem Weg in den Eifel-Nationalpark zur ersten 14-Kilometer-Wanderung des Jahres 2010:




Es war noch nicht gerade ultra-grün auf den Eifel-Höhen…




… aber der Himmel blau wie im Märchen, die Wege trocken und die Temperatur genau richtig für ein flottes Gängelchen.

Nun müssen wir an dieser Stelle einmal zugeben, daß uns beim Wandern die Pause das allerallerallerwichtigste von allem ist. Jetzt nicht, weil wir schnell schlapp machen oder uns die Route so entsetzlich lang erscheint, nein, keineswegs! Sondern weil nach ein paar Stunden im Freien ein Brot aus dem Rucksack so lekker ist wie nix auf der Welt. Ehrlich wahr. Am Wegrand auf einem ollen Baumstamm oder einem Stein sitzen und in ein Brot beißen, das man schon eine Weile herumgeschleppt hat – einfach himmlisch. Wichtig ist bei Franzinellis das Timing: Wir dürfen nie vor dem letzten Drittel Pause machen. Das erhöht zum einen die Vorfreude auf das Brot im Rucksack, zum anderen ist danach die restliche Wegstrecke kurz – Sie wissen ja, wie das ist, wenn man einmal gemütlich gesessen hat…

Ein Bratei-Brot bei Kilometer 9 am Ufer einer Talsperre…

Übrigens: Brote, die von einer Wanderung, einem Strandtag oder einem Picknick nach Hause zurückkommen, heißen bei uns "Hasenbrote". Keiner weiß mehr, woher der Ausdruck stammt, da aber an solchen Tagen immer die Lust zum Kochen fehlt, finden auch die Hasenbrote dankbare Abnehmer, selbst wenn sie ein bißchen weich und nicht mehr überirdisch appetitlich sind.

Heute gibt es keine Hasenbrote. Bratei-Brote sind immer weg…

Samstag, 17. April 2010

Gärtnern…


… liegt voll im Trend, Herrschaften, man glaubt es kaum, aber ist wahr. Obwohl immer alle behaupten, die Leute sitzen nur noch vor dem Computer oder spielen mit ihrem smartphone. Stimmt einfach nicht. Und weil jetzt natürlich die Gartenzeit richtig anfängt, haben wir ein Scrapbookingsammelset für das Gartentagebuch zusammengestellt. Voraussetzung ist natürlich, daß man eine Kladde oder sonst etwas hat, das sich als Gartentagebuch eignet. Aber da ist ja dranzukommen. Und jede Menge Scraps gibt es jetzt hier.


Heute waren wir einmal in der Gärtnerei und haben uns mit Pflanzen für den Gemüsegarten eingedeckt: Blaue Kohlrabi, zwei Sorten Salat und Wilde Rauke. Die wird im Lauf des Sommers lekker scharf und ist dann einfach köstlich zu Tomaten, mit einem Löffelchen Balsamico und etwas Olivenöl dazu.


Und weil unser kleiner Zitronenthymian den entsetzlichen Winter nicht überlebt hat, mußte ein neuer mit. Haben Sie den schonmal probiert? Wenn nicht, gehen Sie sich einen kaufen, falls Sie in der Gärtnerei oder auf dem Markt sind. Zitronenthymian schmeckt wie Zitrone und Thymian, ehrlich. Tun Sie zwei Stengelchen an die Lammkeule. Oder in die Tomatensuppe. Das ist wirklich unschlagbar gut!

What´s for dinner? Pizza, liebe Leute, hier gerade on the way to the Backofen.


Und jetzt müssen wir leider sofort weg, denn Mutter Franzinelli ruft zum Abendessen. Die Mutter läßt man ja nicht warten. Und die Pizza natürlich erst recht nicht…

Donnerstag, 15. April 2010

Westward ho!


Franzinellis sind unter die Bootsbauer gegangen! Und unter die Segelmacher, Flaggennäher und Schiffsausrüster auch!


So segelt sie auf allen sieben Meeren über die Kinderzimmerwand, unsere kleine Flotte aus Holz, Draht und Baumwollresten. "7SEAS Jolly" gibt´s ab jetzt im Shop.

Und außerdem:

Gestern wurde im Garten der erste Salat gepflanzt: "Maikönig", noch sehr klein und zart, aber das wird sich hoffentlich bald ändern. In der Waschküche stehen drei Kästen mit Kartoffeln zum Vorkeimen, neben "Golden Wonder" und der himmlischen "Annabell" sind wir heuer besonders gespannt auf "La Ratte", die ulkigen roten Hörnchen aus Frankreich.


Man darf einfach nicht daran denken, wieviele Monate es noch dauern wird, bis man endlich an einem warmen Sommerabend zum ersten Mal mit der Grabegabel in den Garten gehen und einen Korb Kartoffeln ausmachen darf…
Der Nachtisch ist jedenfalls für die kommenden Wochen bereits gesichert, in Form von Pies, Syllabubs oder einfach einem Schälchen eiskalten Kompotts, nämlich durch diese herrliche Pflanze…


… die Jahr um Jahr wieder erscheint und üppig austreibt, auch wenn wir jedes Mal denken, sie sei vielleicht eingegangen.

Und dann erwarten wir, zur Ergänzung von Pap Franzinellis eigenen Setzlingen, sehnsüchtig eine Sendung mit zwanzig Tomatenpflanzen von der Raritätengärtnerei Treml. Da müssen Sie gelegentlich mal kukken.Und sagen Sie nicht, Sie hätten gewußt, daß es soviele Tomatensorten gibt!

Zu guter Letzt durften wir feststellen: Veilchen sind wie Katzen, man muß nicht verstehen, warum sie sich diesen Platz aussuchen und keinen schöneren. Unser Veilchen wohnt am Fuß der alten Gartentreppe…

Freitag, 2. April 2010

Jetzt…

… ist es aber endlich soweit! Das ist heute an der Hofmauer los:


Kein Vergleich mehr mit diesem Elend! Und im Nullkommanix wird alles grün sein…
Pap Franzinellis Tomatenpflanzen machen ebenfalls Fortschritte, müssen aber zur Zeit wieder im Haus wohnen, damit sie nicht frieren:


Und dann haben wir uns noch flugs zwei Papiere zusammengeschustert und ein paar Holzeieranhänger gemacht. Die werden wir jetzt aufhängen gehen, dazu den übrigen Osterschnikkes aus Schränken und Schubladen!


Wir wünschen allerseits richtig schöne Ostertage!