Samstag, 27. Februar 2010

Wollen Sie mal sehen…

… wie unwahrscheinlich produktiv Franzinellis heute waren?

Erstens: la minestra
Huhn, Gemüse und Gewürze für einen großen Topf Brühe. Die Brühe brauchen wir für ein chinesisches Essen. Um das Huhn schlagen wir uns morgen.


Zweitens: i pani
Zwei Buttermilchbrote, zwei Bierbrote und ein großes Korinthenbrot. Sollte es morgen wirklich einen tüchtigen Sturm geben, haben wir wenixtens was für zwischen die Kiemen, während uns die Firstpfannen um die Ohren fliegen.


Drittens: das Entsetzliche mit Namen Abwasch
Keiner meldet sich dafür freiwillig, muß aber trotzdem gemacht werden. Zur Belohnung könnte man probehalber mal das Korinthenbrot anschneiden, aber Mutter Franzinelli ist gnadenlos, was frisches Brot anbelangt. Wir werden uns also bis zum näxten Frühstück gedulden müssen. Was für ein Glück, daß ein solches sozusagen schon wieder vor der Tür steht!


Viertens: Zuschnitte für acht Küchensäcke
Da wir ja morgen wg. Sturm nicht in den Wald fahren dürfen, was wir natürlich unbedingt! unbedingt! unbedingt! hatten tun wollen, bleiben wir einfach daheim und nähen das Nachher zu diesem Vorher.


Und zum guten Schluß müssen wir Ihnen noch etwas sensationelles zeigen:

Ist das nicht der Hammer? Aber falls Sie denken, wir hätten ein besonders geiles Stück Retro-Stoff aufgetrieben, müssen wir Sie enttäuschen. Es ist lediglich der neue Bügelbrett-Überzieher, den Mutter Franzinelli vom Einkaufen mitgebracht hat!

Dienstag, 23. Februar 2010

Nicht, daß wir eine Wahl hätten…


… und auf der Wetterkarte dürfen wir feststellen, daß es den meisten von Ihnen nicht anders geht, trotzdem – heute ist ein richtig schäbiger Tag! Was die Temperaturen anbelangt, scheint bei uns der Winter vorüber zu sein, doch Franzinellis fühlen sich unglücklich im Februar-Fegefeuer: zwar wird es keine Ewigkeit dauern, aber ein Ende ist ebenfalls nicht Sicht! (Bevor Sie es reklamieren: Selbstverständlich kann ein Feuer kalt sein, was denken Sie denn!)

Der Blick auf unseren ollen Hof ist uns daher momentan reichlich vergällt: alles braun, grau, welk, ein trüber Himmel dazu und kein Gedanke an etwas frisches Grün. Irgendein Witzbold erwähnte unlängst die Eröffnung der Grillsaison, aber hey! kann sich wirklich jemand vorstellen, daß wir mal im Hemd dort draußen unter dem Sonnensegel gesessen und uns marinierten Lachs und barbecued Knoblauchpizza einverleibt haben? Im Leben nicht!

Jedoch:

Um der Hoffnung auf Besserung Ausdruck zu verleihen, haben wir die Kamera geholt und starten hiermit eine kleine Fotoserie. Sie beginnt mit diesem Ausblick auf Franzinellis Hof am 23. Februar 2010: die blattlosen Skelettfinger der Kletterhortensie sowie zwei rostige Laternchen.


Und wir kommen wieder, an dieselbe Stelle, am 2. März 2010, und dann wollen wir doch mal sehen, ob sich nicht der allerallerallererste piepkleine grüne Hauch von Kletterhortensienblättern zeigt! Das wäre ja wohl gelacht! Und, Herrschaften, wehe!, wenn nicht…

Können wir nicht raus, bleiben wir einfach drinnen…


... und machen uns ein paar Knöpfe! Haben Sie das schonmal probiert? Es ist nicht ultra-schwierig, man braucht nur ein Tütchen mit Stoffresten sowie ein Set mit einigen Knopfrohlingen und der dazu passenden Quetschvorrichtung. Ersteres hat man herumliegen, letzteres gibt es im Handarbeitsbedarf in allen möglichen Größen zu kaufen. Wir haben Kasperl-Knöpfe gemacht (die sind aus dem gleichen Stoff wie Kasperl der Küchensack im Dawanda-Shop!) und dann…


… ein Seppl-Herz dazu (aus dem gleichen Flachs wie der Seppl-Küchensack!). Jetzt ist es eigentlich ein Kasperl-und Seppl-Herz und auch das finden Sie hier !

Sonntag, 21. Februar 2010

Haushaltssachen No. 1



Neulich saßen Franzinellis mal beim Sonntagsfrühstück und krümelten friedlich vor sich hin. Irgendeiner bemerkte achtlos, der Toastständer könnte auch mal wieder eine Politur vertragen, und Mutter Franzinelli verteilte sofort Kopfnüsse. Dennoch wurde die Frage laut, ob wir so etwas wirklich unbedingt im Haus haben müssen: einen silbernen Toastständer, der ewig und drei Tage mit jener widerlichen rosa Paste gesäubert werden will, damit er glänzt wie der Mond. Ob wir nicht grundsätzlich auf einen gewissen Teil der Haushaltsgegenstände verzichten könnten, die wir in Schränken und Schubladen horten? Die nach jeder Verwendung einer sorgfältigen Reinigung unterzogen werden müssen, damit sie nicht verranzen? Die wir kaum jemals benutzen? Die nur Platz wegnehmen oder sowieso immer verschwunden sind, wenn man sie braucht? Dinge wie die Kartoffelpresse beispielsweise oder der todscharfe Gemüselhobel oder das porzellanene Teil, mit dem Bratensaucen entfettet werden?

Wollen Sie wissen, wie die Antwort lautete? Die Antwort lautete: Nein. Nein, wir können nicht auf diesen Teil der Haushaltsgegenstände verzichten, auch wenn wir jedes Mal beim Spülen die Motten kriegen, weil die stärkehaltigen Reste der Dampfkartoffeln in den Winkeln der Presse haften wie Beton. Oder weil irgendein Depp sich die Fingerkuppe abgehobelt hat. Oder was auch.

Ihnen ist völlig wurst, warum das so ist? Na gut, dann überspringen Sie einfach den folgenden Absatz, in dem wir einmal eine Lanze für überflüssige, sperrige und wenig geliebte Haushaltsgegenstände brechen wollen. Mit dem Toastständer fangen wir an, schließlich ist der an allem schuld. Demnäxt kommt womöglich die Kartoffelpresse an die Reihe, die ist dann vielleicht eher was für Sie. Aber hier und heute in "Haushaltssachen No.1":

Der Toastständer



"Toastbrot (von englisch toast, "rösten" aus lateinisch tostus)… ist ein spezielles feinporiges Kastenweißbrot mit dünner Kruste, das vor dem Verzehr scheibenweise geröstet wird…"

So sagt die Internet-Enzyklopädie. Sie sagt natürlich noch einiges mehr, zum Beispiel, daß Toast aus Weißmehl oder Vollkornmehl besteht und daß der Rösteffekt auf den hohen Eiweiß- und Zuckeranteilen beruht. Allerdings verschweigt sie, warum das scheibenweise geröstete Brot nun eigentlich einen eigenen Ständer braucht. Am besten einen mit Silberauflage und Platz für sechs bis acht daumendicke Scheiben. Schließlich schiebt sich manch ein Morgenmuffel seinen Toast ohne Appetit zwischen die Kiemen, ohne was drauf und im Stehen, den eiligen Blick auf die Uhr gerichtet. Und wer eine gute Unterlage für den Tag braucht, ißt sowieso keine Leerkalorien, sondern ein hochwertiges Müsli oder ein dickes Butterbrot. Oder?

Wenn Franzinellis in England unterwegs sind, steigen sie auf der Durchreise in einem schönen altmodischen guest-house in Dover ab. Das Frühstück dort ist gnadenlos unzeitgemäß und nix für Gesundheitsapostel: ein Schälchen Cornflakes, danach ein großer Teller mit allerlei gebratenem Schnikkes und zum krönenden Abschluß a rack of toast, direkt aus der Küche. Bill, der Gastgeber, bringt ihn immer selbst an den Tisch, zusammen mit einem Kristallglas mit einer besonderen Sorte thick cut marmalade. Die Toastscheiben sind etwas größer, als wir sie hier kennen, und meistens leicht ungleichmäßig gebräunt, weil sie auf dem Ofenrost geröstet wurden. Aber sie sind köstlich warm und knusprig, denn auf dem Toastständer haben sie ihre gesamte Feuchtigkeit ausgedampft. Ein kleiner Strich leicht gesalzene Butter, ein Klacks Orangenmarmelade – der Himmel auf Erden! Bill besitzt übrigens einen äußerst pflegeleichten Toastständer aus Porzellan, dessen Trennwände niedrig genug sind, um dem frischen Toast ausreichend Luft zukommen zu lassen – nur so bleibt er wirklich knackig. Sie können sich denken, daß Mutter Franzinelli nahezu jedes Haushaltwarengeschäft auf der Insel abgegrast hat, auf der Suche nach solch einem Gegenstand. Allein, wir fanden keinen. Wir müssen uns weiterhin mit dem versilberten Exemplar zufriedengeben, das gerne anläuft und alle paar Wochen geputzt werden muß.

Trotzdem – legen Sie niemals eine eben geröstete Scheibe Toast direkt aus dem Toaster auf Ihren Frühstücksteller. Noch bevor Sie Butter daraufgestrichen haben, hat sich zwischen Brot und Teller Kondenswasser gebildet und die ganze Affäre verliert ihren Knusper. Ehrlich, das ist so. Tun Sie sich und dem Toast sowas nicht an. Kaufen Sie sich auch einen Toastständer. Die sind so teuer nicht. Und was bedeutet schon das bißchen putzen…

Ganz nebenbei: Wir waren mal in Urlaub in Holland und schlurften an unserem letzten Tag muffig durch Alkmaar, die verhaßte Abreise direkt vor Augen. Zufällig kamen wir an einem kleinen Kirchenbasar vorbei, und was fanden wir? Einen wunderhübschen Toastständer aus einem einfachen Metall, mit reichlich Fächern und ganz anspruchslos hinsichtlich seiner Reinigung. Er kostete keinen Arm und kein Bein, und als echte Altreucher nahmen wir ihn mit. Für´s Sonntagsfrühstück brauchen wir ihn natürlich nicht, da haben wir ja den silbernen. Aber wir verwenden ihn als desk tidy auf dem Sekretär, und er ist immer gefüllt mit Briefumschlägen, Postkarten, Fotos, Gutscheinen und sonstigen odds and ends!

… und außerdem

war heute Versandtag bei Franzinellis: drei dicke braune Schwammerl für Ursula, zwei kleine Holzherzenschwärme für Melanie und vier Fliegenpilzchentaler für Betty wanderten aus unserem Küchenatelier in Mutter Franzinellis Einkaufstasche und dann zum Briefkasten, auf die lange Reise in ihr jeweiliges neues Zuhause. Kann man nur sagen: Bon Voyage miteinander! Und unseren Kundinnen viel Spaß an den Sächelchen!

Zufällig fiel uns beim Verpacken übrigens eine Schachtel mit Butterbrottüten in die Hände. Herrschaften, was man alles in der Küche hat, das man auch zum Werkeln gebrauchen kann! So eine Butterbrottüte ist total unterschätzt: Sie ist sauber und appetitlich und außerdem blütenweiß. Letztere Tatsache zwingt einen geradezu, sie auf der Stelle mit einem Stempel oder einem Aufkleber zu verzieren. Den Rand noch hübsch mit der Zickzack-Schere beschnitten und fertig ist eine sensationelle Verpackung für kleine Gegenstände.

Die übrigen Tüten wanderten anschließend umgehend in den Materialschrank, woselbst sie ihrer zukünftigen Verwendung harren. Wer morgen unbedingt ein Butterbrot mitnehmen will – zum Beispiel einen Toast? – , muß sich eben mit einem Stück Folie begnügen!

Mittwoch, 17. Februar 2010

D´r Altreucher



Die Franzinellis sind in der Wolle gefärbte Rheinländer. Das gute alte Köln ist uns näher als jede andere Stadt auf dem Planeten, und das ist nicht nur räumlich gemeint. Heute wollen wir Ihnen deshalb mal ein wunderbares Wort in kölscher Mundart vorstellen, das einen ulkigen Typen beschreibt, wie es ihn heute so oft nicht mehr gibt. Verehrte Damen und Herren, lernen Sie kennen:


D´r Altreucher


Denken Sie einmal an einen kleinen Laden in einer engen, kopfsteingepflasterten Altstadtgasse. Ihr Blick fällt eher zufällig auf das Schaufenster mit dem Schriftzug „Curiosa“ – oder auch „Kuriosa“ oder „Antik“, das ist ganz egal –, und kurzentschlossen treten Sie ein.


Das Etablissemang hinter der Tür ist eher hoch als breit und nach hinten durch ein bißchen düster, die Farbe des Wandanstrichs kann man nichtmal mehr ahnen, der Fußboden ist schief , aber das spielt keine Rolle, weil man sowieso nicht viel davon sieht. Der ganze Laden ist nämlich von vorne bis hinten und von oben bis unten vollgestellt mit Altertümchen in sämtlichen denkbaren Varianten: Stühle und Blumensäulen, Spiegel und Uhren, Nachttöpfe aus Porzellan, Gläser, Backformen, Ölgemälde, Schubladenkommoden, Tischgeschirr und Bilderrahmen. Irgendwo dazwischen träumt eine Vitrine mit Fingerhüten, Pillendosen, Heiligenfiguren und alten Brillengestellen vor sich hin, und auf einem Tisch stapeln sich ledergebundene Bücher in unsicheren Türmen neben einem Radio aus dem Jahr Pief.


Ihnen ist allerdings schon auf den ersten Blick aufgefallen, daß die Stühle mal neue Sitzbezüge vertragen könnten und die meisten Spiegel ein bißchen blind aussehen. Einem Heiligen in der Vitrine fehlt ein Stück vom Gesicht, die Uhren sind sämtlich schon vor Jahr und Tag stehengeblieben. Die Bücher – nun ja, die Bücher duften ziemlich streng, als hätten sie den größten Teil ihres Daseins in einem sehr tiefen und feuchten Keller verbracht. Insgesamt, bemerken Sie jetzt, ist der Duft in dem Lädchen eher befremdlich, und es scheint auch längere Zeit kein Staub gewischt worden zu sein – wenn überhaupt jemals.


Und in diesem Moment entdecken Sie ziemlich weit hinten, da, wo es ein bißchen düster wird, einen Winkel, in dem halb verborgen ein mit Papieren überhäufter, unaufgeräumter Sekretär steht. Darauf brennt eine funzelige Schreibtischlampe. Und mittenmang sitzt ein kleiner ältlicher Kerl mit speckigen Augengläsern, einer zauseligen Frisur in undefinierbarem Grau und nicht gerade unirdisch sauberen Kleidern. Sagen tut der nix, der Kerl, und wenn Sie ihn begrüßen, können Sie froh sein, wenn er irgendetwas unverständliches brummt. Das ist d´r Altreucher.


D´r Altreucher ist der Ladenbesitzer und gleichzeitig der Sammler all der alten Schätze. Der Laden ist sein Zuhause, sozusagen sein Wohnzimmer, und eigentlich ist er gar nicht so scharf darauf, Ihnen etwas zu verkaufen: Das würde nur die Ordnung stören. Denn auch wenn Sie es beim besten Willen nicht erkennen können – da gibt es ein sorgfältig austariertes Gleichgewicht, und die wackeligen Möbel und halbblinden Spiegel und das angeschlagene Porzellan bilden miteinander ein verwunschenes Stilleben. Sobald Sie etwas kaufen, entsteht ein leerer Fleck. Und das hat d´r Altreucher nicht so gern. Eigentlich würde er sich am liebsten garnicht von seinen Preziosen trennen, die er über Jahrewigkeiten gesammelt hat.


Natürlich kaufen Sie trotzdem etwas, denn wer einen Sinn dafür hat, findet in solch einem Laden immer einen Gegenstand, an den er sofort sein Herz hängt: eine französische Pillenschachtel vielleicht, aus Pappe und gut erhalten. Ein Engelsköpfchen, nicht holzgeschnitzt, sondern nur aus Gips, aber wunderhübsch. Eine Straßbrosche, ein Kästchen für Spielkarten, eine holländische Teetasse.

Und während Sie glücklich das Portemonnaie zücken und laut darüber nachdenken, an welcher Stelle in Ihrem Haushalt die Neuerwerbung demnäxt ihr Plätzchen finden wird, stellen Sie erstaunt fest, daß d´r Altreucher ein bißchen zugänglicher wird. Nicht gerade, daß er eine Unterhaltung mit Ihnen anfängt. Er steht nicht mal von seinem Stuhl auf. Aber er gibt Ihnen einen kleinen Rabatt und wickelt Ihren Kauf umständlich, doch sorgsam in zerknittertes Zeitungspapier. Sie bedanken sich und ziehen Ihrer Wege. Und d´r Altreucher erhebt sich jetzt doch von seinem Stuhl und macht sich daran, die Lücke zu schließen, die Sie in seinem Sortiment hinterlassen haben. Rückt das alter Radio auf dem Tisch herum und holt den Heiligen mit dem halben Gesicht aus der Vitrine auf einen neuen Platz. Schließlich muß alles seine Ordnung haben…


"Altreucher, Altrüscher: … Althändler; früher vorzüglich in abgelegenen Straßen ansässig…"

aus: Neuer Koelnischer Sprachschatz, Prof. Dr. Adam Wrede


Alle Fotos: Casa Franzinelli. Sie sehen, Altreucher sind überall!

Montag, 15. Februar 2010

Wow, Leute, kukkt mal…


… was Sabrina von lobbelaina mit uns gemacht hat!




Ist das nicht einfach klasse? Wir füllen ja sonst nicht gerade mit größter Begeisterung Fragebögen aus – eigentlich nie– , aber in diesem Fall war es wirklich ein Spaß und wir mußten nicht unendlich lange am Ende unserer Bleistifte knabbern. Und es sind eine Menge netter mails hin- und hergegangen…
Ganz vielen Dank nochmal, Sabrina, daß wir bei "Spotlight" mittun durften! Und wir warten schon mit Spannung auf den näxten Kandidaten!

Ehe die Fünfte Jahreszeit vorbei ist: Eine kleine karnevalistische Impression aus dem Haus Franzinelli möchten wir Ihnen nicht vorenthalten! Dies ist eine Hut-Auswahl beim Karnevalszug vor unserer Haustür und beim späteren Abendessen.

Es war zu beobachten, daß die Neigung der männlichen Familienmitglieder, die Hüte der Frauen oder auch irgendetwas sonstiges aufzuprobieren, im Verlauf des Abends und mit waxendem Alkoholkonsum drastisch zunahm…

Pap Franzinellis Bibi hat übrigens schon deutlich bessere Tage gesehen. Wir wollten ihm einen neuen kaufen, aber er rückt den alten nicht für Geld und gute Worte heraus!

Samstag, 13. Februar 2010

Alaaf un Müll op!

M´r wünsche alle Jecke en d´r Republik en herrlije Fastelovendszick!



Dienstag, 9. Februar 2010

Rot, Rot und Rot…


Wir wußten gar nicht, wieviele verschiedene Stoffe mit Rot wir besitzen! Eigentlich ist unsere Farbe nämlich Blau. Und zwar deshalb, weil es bei Franzinellis dereinst mal ein blaues Sofa gab. Nicht einfach irgendwie blau, sondern in einem leicht verblaßt und antik wirkenden Blauton mit Blätterranken und gigantischen pastellfarbenen Blüten. Das Sofa war so groß, daß ziemlich viele Franzinellis gleichzeitg darauf Platz fanden, jedoch verlangte der blaue Stoff kompromißlos nach unbedingter Anpassung.
Und so verschwand alles Rot.
Aber im Lauf der Zeit muß es sich wieder eingeschlichen haben. Denn als wir dieser Tage den Nähkorb aufräumten, rieselten viele Reststücke in allen möglichen Varianten von Rot heraus, mit Tupfen und Karos und Streifen. Glücklicherweise kamen uns sogleich die piepkleinen Minispitztüten mit Lavendelfüllung in den Sinn, die wir neulich für eine nette Kundin angefertigt haben: Genau das richtige für nicht allzugroße Stoffstücke. Wir haben diese hier mit weißer Baumwolle gefüttert und mit Flachskordel und einem Wäscheknopf verziert – zierlich und nett finden sie Platz in Glasschalen und Etageren.


Ganz lieben Dank für die Inspiration, Chris! Und nach Karneval werden wir jedenfalls mal die große Stofftruhe ausmisten. Da müssen noch blaue Stoffreste sein, sogar jeder Menge…

Draußen ist ja vom Frühling weit und breit noch nichts zu sehen. Drinnen schon:

Hat der Frühling leider Pech gehabt. Muß er weiter draußen frieren…

Samstag, 6. Februar 2010

Samstägliches Nachmittagsvergnügen…


… bei Franzinellis! Heute mußte mal ein Kuchen her, nach langer langer Zeit. Oder eher ein Küchlein, das den Sonntag voraussichtlich nicht überleben wird. Wir hatten übrigens immer schon eine Schwäche für Vorher-Nachher-Bilder:


Früher gab es einen Fernsehkoch, der alle Zutaten in kleinen Glaschälchen bereitstellte. Von oben gefilmt, sah das appetitlich und beneidenswert gut organisiert aus. Bei uns findet so etwas im Allgemeinen nicht statt – zuviel Abwasch! – aber heute mal doch, für´s Foto! Der Kuchen erhält morgen kurz vor Verzehr noch eine kleine Infusion aus Zitronensaft und Rum. Mucki ist zum Tee allerdings nicht da, zum Glück!

Eine nette Dame aus einem Nachbarland wird demnäxt heiraten und bekommt von uns zwecks Versand ihrer Einladung einen Haufen handgefalteter Briefumschläge, in einem piepkleinen Format, das sie sich gewünscht hat. Haben Sie schonmal Briefumschläge gefaltet? Das ist eine sehr kontemplative Verrichtung, vorausgesetzt, man ist nicht gerade in Eile. Waren wir ausnahmsweise heute nicht, und das Ergebnis sehen Sie hier:


Unsere Umschläge, das muß hier mal erwähnt werden, bieten Ihnen einen Ausblick auf den Lebensalltag der Franzinellis: Sie bekommen vermurkste Entwürfe, falsch eingelegtes Druckerpapier, Briefe voller Schreibfehler, zuende gelesene Magazine, Grammatikblätter vom Französischkurs, irgendein Krickelkrackel oder die Ausdrucke von Online-Zeitungsartikeln.
Eine ausgesprochen sinnvolle und schöne Verwendungsmöglichkeit also für die Unmengen Papier, die bei uns dauernd anfallen und die leider leider leider oft genug achtlos weggeworfen werden. Sollte man nicht machen, wirklich. Kann man jetzt nur hoffen, daß die Hochzeitsgäste sich freuen und nicht auf die chamois-farbenen Büttenumschläge in Prägeoptik warten…

Ehe wir es unhöflicherweise vergessen: Vorhin durften wir zu unserer großen Freude feststellen, daß die Zahl unserer Regelmäßgen Leser quasi über Nacht um 300 Prozent angewaxen ist! Wie herrlich! Ganz herzlich willkommen und bitte, alle, fühlt euch wie zu Hause!

Freitag, 5. Februar 2010

Endlich neue Kollegen!


Irgendwie hatten wir angenommen, nach Weihnachten wird es wieder still in Franzinelli-Castle, doch war nix. Tragisch. Dabei hatten wir uns doch extra zwei schöne neue Stoffe gekauft, für die ruhige, kreative Zeit zum Jahresbeginn! Gestern dann schlich sich endlich mal wieder ein Nachmittag ganz ohne Verpflichtungen dazwischen, wir also flugs die Nähmaschine angemacht, das Bügeleisen eingesteckt und schon ging´s los.

Und so sehen zwei neue Küchensack-Kollegen aus, die sich wunderbar verstehen. Kukken wir mal, wie das mit den anderen klappt in der Abteilung kitchen-nett im Dawanda- Shop…