Freitag, 15. Januar 2010

Ein Holtern und Poltern…

… auf dem Dach von Casa Franzinelli und wir spitzen lauschend die Ohren: Ist es der Wind? Nein, der Wind ist es nicht. Es ist auch keine Bande von Unholden oder ein Schwarm Condore auf der Durchreise in die Anden. Es ist der Schnee! So leise wie ein Hauch hat er auf unserem Dach Platz genommen, aber jetzt ist es vorbei – es taut, daß es eine Art hat, und die weiße Pracht rauscht in kleinen Lawinen krachend in die Tiefe. Bald wird nichts mehr übrig sein. Schade…

Mucki Franzinelli hat uns einen Schutzengel gemalt, zusammen mit zwei Handabdrücken. Nun müssen wir uns nie mehr vor etwas fürchten…

Auf der Suche nach Wasauchimmereswar fand sich heute ganz hinten in der Tischschublade ein Gegenstand, an den hier jahrelang kein Mensch gedacht hatte und der mit allerlei Ahs! und Ohs! begrüßt wurde wie ein lange verschollener Freund:


Irgendein jugendlicher Franzinelli gab mit der Anfertigung dieses Lädchens in einer großen Streichholzschachtel einst seiner innigen Liebe zum Nachbarland Holland Ausdruck, wo wir zahllose Urlaube in überfüllten Ferienhäusern verbrachten. Beachten Sie die prominent angebrachte Werbung für eine damals populäre Tabakmarke: Auch bei Franzinellis wurde geraucht, daß man die Hand vor Augen nicht sah. Dies ist heute längst Geschichte und auch die kleinen Lebensmittelgeschäfte, die für das winkeltje Pate standen, mußten großen Supermärkten weichen. Was einerseits traurig ist, andererseits aber auch Vorteile bietet, wie so vieles im Leben…

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