Donnerstag, 21. Januar 2010

Printing Office…


Dieser Tage fanden wir beim Stöbern in einer Schublade mal eine alte Teeschachtel, und was war da drin? Stempel aus dem Jahr Pief! Irgendwann zu Beginn der Stempel-Mania wurde bei uns nämlich geschnitzt, was das Zeug hielt, und kein noch so oller Radiergummi war sicher. Auch kein Weinkorken, denn an denen waren die kleinsten Exemplare befestigt. Das war praktisch beim Stempeln und die Fingerchen blieben sauber (Wer, fragen wir uns heute, hatte eigentlich den Nerv, Bienen und Spinnen zu schnitzen? Würde das nochmal jemand probieren? Es meldet sich niemand zu diesem Thema in Casa Franzinelli. Davon abgesehen, daß der Spinne zwei Beine fehlen, aber das nur nebenbei.).

Wir machten natürlich gleich ein paar Probedrucke, zum Beispiel von unserem alten Chamäleon. Und unsere Fischpopulation war so zahlreich, daß tatsächlich ein veritable unterseeische Landschaft entstand. Die meisten Fische schwimmen seltsamerweise nach rechts, nur einer nach links. Warum auch immer. Die Strömung vielleicht.

Sogar eine kleine Einladung zu Abendessen läßt sich aus solch alten Beständen prima drucken oder schnell ein paar Geschenkanhänger. Die antiken Stempelkissen in grün und violett waren erstaunlicherweise noch ganz frisch – zum Glück! Es ist also gut, daß wir niemals etwas wegwerfen!

Als Kinder nannten wir Radiergummis übrigens "Ratzefummel" und durften nun mit Erstaunen vernehmen, daß dieser Ausdruck immer noch aktuell ist. Mucki hat trotzdem leider keine rechte Affinität zu der Sache, aber die kann sich ja später einstellen. Und Radiergummis sind noch da! Wenngleich es die Speck-Radiergummis von früher nicht mehr in brauchbaren Größen zu geben scheint. Müssen wir eben auf eine italienische Sorte ausweichen.

Das war unser allerallerallererster Stempel: ein Drache aus einem kleinen Speck-Ratzefummel. Leider ist er inzwischen eines Teils seiner Oberlippe verlustig gegangen. Schade wohl. Er darf nun sein Gnadenbrot in der alten Teeschachtel fressen…

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