Donnerstag, 14. Januar 2010

Das Wochenende…

… steht sozusagen schon vor der Tür, und am Wochenende backt die Mutter.
So sehen zwei Milchbrote aus, frisch aus dem Ofen…


Jetzt sagen Sie nicht, Sie haben Angst vor Hefeteig! Kommen Sie schon, ehrlich? Warum denn? Der ist gar nicht so schlimm wie sein Ruf! Nein, wirklich nicht! Vorausgesetzt, Sie rühren nicht ausgerechnet an dem Tag einen zusammen, an dem Sie bis spät arbeiten, die Puuten vom KiGa abholen und mit der Schwiegermutti telefonieren müssen, nebenbei noch die Steuererklärung vorbereiten und den Kaninchenkäfig saubermachen, weil die Puuten das wieder vergessen haben. Dann gibt das nix.

Aber jetzt ist doch schon so gut wie Wochenende, und dann haben Sie doch bestimmt ein Stündchen Zeit. Schicken Sie die Blagen mit dem Schlitten raus und sperren Sie das Kaninchen ein. Und danach machen Sie die Küchentür zu und legen in Frieden los. Wir helfen Ihnen und verraten Ihnen ausnahmsweise das Rezept für

Milchbrot

450 ml warme Milch (oder je 225 ml Milch und Wasser)
1 Würfel frische Hefe
1 Tl Zucker
500 gr Weizenmehl No. 550 (oder auch Brötchenmehl, in jedem gut sortierten Supermarkt)
300 gr Weizenvollkornschrot (im Reformhaus oder im gutsortierten Drogeriemarkt)
2 Tl Salz
Milch zum Bestreichen

Mischen: Milch, zerbröckelte Hefe, Zucker. Dazu 1 EL Mehl. Umrühren und warten, bis es tüchtig schäumt.
Mischen: Mehl, Schrot, Salz.
Mischen und Kneten: Hefemilch und Mehl, 5 Minuten in aller Ruhe auf der Anrichte kneten. Keine Ausreden, die Arme werden Ihnen schon nicht abfallen. Wenn Sie eine Küchenmaschine haben, nehmen Sie natürlich die, sonst wären Sie ja blöd.
Den Teig leicht einmehlen, in eine Backschüssel legen und mit einem Geschirrtuch abdecken. An einem warmen, zugfreien Ort 30 Minuten gehen lassen.
Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Teigkugel halbieren, jede Hälfte zusammenkneten und einen ovalen Brotlaib daraus formen. Nehmen Sie dazu bloß nicht eimerweise Mehl – wenn Sie anfangs geduldig geknetet haben, darf jetzt nix mehr kleben! Die Brotlaibe auf das Blech legen, jeden dreimal mit einem scharfen Messer einritzen und mit Milch bestreichen. Mit dem Tuch bedecken und 45 Minuten gehen lassen.
Den Backofen auf 250 Grad vorheizen. Ja, Sie haben richtig gelesen, 250 Grad. Das Backblech auf der mittleren Schiene einschieben. Und jetzt kommt´s: Mit Schmackes eine Kaffeetasse Wasser auf den Ofenboden gießen. Die Ofentür zumachen, aber sofort! Drinnen gibt es jetzt eine schöne Dampfwolke, und Ihre Brote haben am Ende diese braune Kruste, die wir alle so lieben. 15 Minuten backen. Anschließend die Temperatur auf 200 Grad reduzieren und die Brote weitere 25 Minuten ausbacken. Herausholen und auf einem Rost lauwarm abkühlen lassen.
Inzwischen werden die Ihren von den jeweiligen Verrichtungen zurücksein, und ihre Nasen werden sie geradewegs in die Küche gelockt haben. Holen Sie die Salzbutter raus und ein scharfes Messer. Und dann ohne Fisimatenten das erste Brot angeschnitten!

(Viel Arbeit, finden Sie? Schnickschnack. Sie können abwaschen, während die Brote im Ofen sind. Sie trauen sich nicht, Wasser in den Ofen zu gießen? Müssen Sie selber wissen. Stellen Sie dann aber wenigstens schon beim Vorheizen eine feuerfeste Schale mit Wasser auf den Ofenboden.)

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