Donnerstag, 30. Dezember 2010

Ein paar neue Spielsachen…


… hatten wir uns verdient, fanden wir, weil wir im November und Dezember so ungemein fleißig gewesen sind. Und deshalb haben wir uns zwei langgehegte Wünsche erfüllt: einen schicken Langarm-Hefter, mit dem man auch große Papiergrößen zusammentackern kann, und ein zuckersüßes kleines Stempelalphabet. Eigentlich machen wir uns unsere Stempel ja immer selbst. Aber wir hatten endgültig die Faxen, nachdem uns zum 23. oder so Mal das kleine "s" kaputtgegangen war – natürlich im dikksten Betrieb.


Wir haben uns zur Probe zwei Karteikarten-Notizbücher angefertigt – selbstredend unter Zuhilfenahme des neuen Hefters – und mit den Stempelchen verziert. Vielleicht gibt´s im näxten Jahr mehr davon im Shop…



Ápropos näxtes Jahr: Es steht ja sozusagen vor der Tür und hat den Finger schon am Klingelknopf. Wir wünschen Ihnen allen von Herzen einen guten Rutsch. Kommen Sie gesund und fröhlich nach 2011. Und wir hoffen, Sie haben ein richtig gutes Jahr, in dem Wünsche in Erfüllung gehen, Pläne Gestalt annehmen und Sie und die Ihren sehr glücklich und zufrieden sein dürfen!
Wir werden uns morgen einen Klassiker in den Ofen schieben – Ente mit Orangen – und 2010 in aller Gemütlichkeit ausklingen lassen.Wie auch immer Sie feiern: Haben Sie es schön!


Dienstag, 28. Dezember 2010

Zwischen den Feiertagen…


… sind Franzinellis immer sehr sehr häuslich. Das ist auch gut so, denn diesen Winter liegt man auf den Straßen schneller auf seinem Antlitz, als einem lieb sein kann!

Wir hoffen, Sie hatten ein feines Weihnachtsfest und wurden nicht durch zuviele wetterliche Unbilden am sorglosen Feiern gehindert. Bei uns waren glücklicherweise rechtzeitig zur Bescherung alle zusammen, und Pap Franzinelli konnte die Champagner-Flaschen aus der Schneewehe im Garten ausgraben. Und einen schönen Weihnachtstag hatten wir, mit dem traditionellen Gänsebraten, einem langen Winterspaziergang und einer Runde Schokolade-Essen mit viel Geschrei und Gelächter.

Und jetzt schauen Sie sich mal die unfaßbaren Eiszapfen auf unserem Hof an:


Monstermäßig, oder?

Natürlich waren wir auch schon wieder ein bißchen kreativ, aber wir haben noch nichts zum Herzeigen fertig. Erstmal wünschen wir Ihnen eine schöne faule Woche!

Freitag, 24. Dezember 2010

Heiligabend


"… Als nun das Wunder geschehen war, und das Kind lag leibhaftig auf dem Stroh, so voller Liebreiz und so rührend arm…"

Dies schreibt Karl Heinrich Waggerl in einer seiner zauberhaften kleinen Weihnachtsgeschichten. Und wir müssen immer daran denken, wenn wir am Heiligabend unsere Krippe hervorholen, ein Erbstückchen unserer Oma Maria, bestehend aus vier Figuren - Maria, Josef, Kind und Das Schaf. Natürlich ist dieses bescheidene Ensemble nicht aus Holz geschnitzt, sondern aus einem namenlosen Keramikguß der 1950er Jahre hergestellt. 12,90 Mark haben die Vier gekostet – der Preis ist noch auf Josefs Unterseite zu lesen –, aber der Produzent hat sich große Mühe gegeben, sie solide und nicht allzu kitschig aussehen zu lassen. Einst gab es auch ein Holzhäuschen dazu, aber das besitzen wir leider nicht mehr. Wir werden deshalb heute, wie jedes Jahr, die Kleinste Heilige Familie von Allen unter unserem festlich geschmückten Baum aufstellen, mit einem Tannenzweig, Zapfen und einer großen Wurzel als Stall.

Wir wünschen Ihnen ganz wundervolle Feiertage. Wir hoffen, Sie sind mit all denjenigen zusammen, die Sie am liebsten um sich haben – keiner soll fehlen. Genießen Sie jede Minute.
Frohe Weihnachten!



Dienstag, 21. Dezember 2010

Lebkuchen…


… nach einem simplen Rezept flott noch am letzten Adventssonntag gebakken! Das mußte einfach sein, denn nix ist heimeliger als der Duft weihnachtlicher Gewürze an einem verschneiten Nachmittag in der gemütlichen Franzinelli-Küche!




Wir haben den Sonntag dann auch weidlich ausgekostet, und die kleinen Lebkuchen, überzogen mit einem Hauch Zuckerguß, warten in einer festverschlossenen Dose auf den Heiligabend, alswann wir sie zum Kaffee vor der Bescherung probieren werden. Nur noch dreimal schlafen, Kinder, zum Glükk…

Sonntag, 19. Dezember 2010

4. Advent





Vor ein paar Jahren kam Mutter Franzinelli mal aus dem Nachbarort vom Einkaufen zurück mit der Bemerkung, jemand müsse zackig unseren favourite Altreucher aufsuchen, woselbst ein sensationeller Christbaumanhänger in der Auslage zu sehen sei. Außer Kristie Franzinelli war allerdings keiner daheim, so zischte er alleine los mit radierenden Reifen und einem Geldschein in der Hosentasche. Der Anhänger wurde dann auch ohne weitere Präliminarien erstanden – schließlich hätte ihn ja jederzeit ein anderer wegkaufen können! – und zu Hause unter allgemeiner Zustimmung der Christbaumschmucksammlung einverleibt.
Wir nehmen klarerweise an, daß es sich bei der Darstellung um Rotkäppchen handelt, und jedenfalls heißt es hier am Vorabend des Heiligen Abends beim Schmücken des Tannenbaums immer: "Such mal das Rotkäppchen raus.", denn es bekommt natürlich einen besonders prominenten Platz weit oben, damit man es während der Weihnachtszeit gut sehen kann.
Wir zeigen es Ihnen zum 4. Advent und wünschen Ihnen einen sehr beschaulichen Tag!



Samstag, 18. Dezember 2010

Der Tag vor dem 4. Advent…



…findet Franzinellis nach einer sehr beschäftigungsreichen Woche in höxt beschaulicher Stimmung: Der Hof ist noch einmal winterlich und schön…











… es gab ein feines Abendessen, mit frisch gebackenem Brot und Schmalz zur Vorspeise, eine Flasche chilenischen Rotwein dazu…



… im Salöngchen ist es lekker warm und gemütlich und die Kerzen brennen…


…und ein nettes einfaches Lebkuchenrezept wartet darauf, morgen, sozusagen zum weihnachtlichen Endspurt, in Lebkuchen verwandelt zu werden. Die zeigen wir Ihnen dann…

Montag, 13. Dezember 2010

Das Chaos…



… hat einen Namen: Versandmarathon bei Franzinellis!

Zum Glükk waren Sie ja letzte Woche nicht hier, denn es sah tagelang schlimmer aus als bei Hempels unterm Sofa: Soviel hatten wir zu packen, zu beschriften und zu bekleben, damit unsere Kunden ihre bestellten Sächelchen rechtzeitig zum Fest im Briefkasten vorfinden.
Inzwischen hat sich der Staub etwas gelegt und Normalbetrieb ist eingekehrt. Heute werden wir mal gründlich aufräumen und dann ist vielleicht noch etwas Zeit für ein bißchen Kreativität…


Sonntag, 12. Dezember 2010

3. Advent





Gestern waren Franzinellis mit einigen Freunden auf dem Weihnachtsmarkt, und zwar in Hattingen. Falls Sie sich im Ruhrgebiet nicht so gut auskennen: Hattingen liegt in der direkten Nachbarschaft von Bochum und Mettmann und besitzt eine wirklich putzige Altstadt mit Fachwerkhäusern, kleinen Geschäften und gemütlichen Lokalen. Der dortige Weihnachtsmarkt hat großen Charme, und wir können Ihnen nur empfehlen, mal vorbeizuschauen, wenn Sie in der Nähe sind – kuschelig geschmückte Straßen und Plätze, eine stimmungsvoll beleuchtete Kirche und feine kleine Büdchen mit netten Verkäufern. Wir froren zwar wie die Spechte, trotzdem war es ein schöner, beschaulicher Abend.
Und heute zeigen wir Ihnen natürlich den dritten Teil unserer kleinen Advents-und Weihnachtsschmuckserie, nämlich

den Tea-Caddy.


Irgendwann einmal gehörte diese Mahagoni-Box mit zwei Abteilungen einer englischen Hausfrau, und wir stellen uns gerne vor, wie sie am späten Nachmittag einen der beiden Deckel öffnete, sorgsam etwas Tee abmaß und in eine vorgewärmte Kanne von, sagen wir, Wegdwood oder Rockingham füllte und mit kochendem Wasser aus dem summenden Kessel aufgoß, Mann und Kinder daneben, die bereits hungrig und ungeduldig den Beginn der kleinen Zeremonie erwarteten.
Heute wohnt der Caddy in Franzinellis Salöngchen, und in der Adventszeit wird eine der Tee-Abteilungen mit altem Silberschmuck gefüllt. Wir haben dieses Arrangement besonders gern und freuen uns immer wieder darauf, es herrichten zu dürfen.
Nach einer äußerst turbulenten Woche werden wir den 3. Advent damit verbringen, eine weitere Sorte Plätzchen zu backen, die Zutaten stehen schon auf der Anrichte bereit. Ihnen wünschen wir ebenfalls einen herrlichen und entspannten Tag!

Sonntag, 5. Dezember 2010

2. Advent





Hat sich bei Ihnen der Winter auch verabschiedet? Pünktlich zum 2. Advent? Grämen Sie sich nicht, auch wenn´s schade ist! Wir zeigen Ihnen heute aus unser Sammlung von weihnachtlichem Schnikkes & Nippes mal den absoluten Gipfel der Winter-Behaglichkeit,

unsere Papier-Häuschen



Den Herrnhuthern wird der Brauch zugeschrieben, kleine Dörfer aus Papier-Häuschen unter die Tannenbäume zu stellen. Ob´s stimmt? Wir wissen es nicht. In den USA ist das Sammeln solcher Häuser sehr populär, und man findet zahllose Varianten aus vielen Jahrzehnten.
Wir besitzen nur diese beiden Exemplare, zusammen mit einem beglimmerten Tannebäumchen und zwei kleinen Vogelhäusern. Jedes Jahr im Advent werden sie aus ihrer Schachtel geholt und, was sonst?, mit Watte und Silberglitter unter einer alten Pflanzglocke dekoriert.
Kitschig, sagen Sie? Und ob!




Wir haben heute ein Stündchen Zeit und werden ein paar Plätzchen backen. Wir wünschen allen einen schönen 2. Advent!

Dienstag, 30. November 2010

Kinderzimmer-Allzweck-Sack…


… mit Namen "Zoo" - das Neueste bei Franzinellis! Knubbelige Zoo-Tiere auf weißem Grund, dazu eine zebra-gestreifte Borte und ein gepunktetes Rosettchen! Gibt´s ab sofort hier!


Und nicht vergessen: Heute bis Mitternacht bei vielen Dawanda - Shops und natürlich auch bei uns 12% auf Baby- und Kinder-Artikel! Zu erkennen am güldenen Adventsstern…

Montag, 29. November 2010

Ein Täßchen…


… Ingwer-Tee brauchte heute ein einsamer Franzinelli nach einer langen Versand-Session. Draußen schneite es leise vor sich hin, und Sie glauben garnicht, wie fröstelig einem wird, wenn man nur lange genug an der Anrichte gestanden und Päckchen gepackt hat (Nicht, daß wir nicht gerne Päckchen packen!).



Aber so ein kochendheißes Teechen aus frischem Ingwer und Nelken und Zitrone, gesüßt mit einem Löffel Honig, bringt einen zakkig wieder auf Trab. Und ein flotter Fußmarsch durch den Schnee zur Post, ein paar Nettigkeiten für liebe Kunden unter dem Arm, tut dann das Übrige und belebt wirklich ganz ungemein…

Sonntag, 28. November 2010

1. Advent




Haben wir schonmal erwähnt, daß Franzinellis schlimme Altreucher sind? Daß wir quasi auf Flohmärkten wohnen und nur schlecht an Plüsch und Kitsch vorbeigehen können? Dieser Neigung geben wir uns im Advent mit noch größerer Verve hin als sonst schon, und wir freuen uns jedes Mal ein Bein ab, wenn endlich die Schachteln und Boxen mit weihnachtlichem Zubehör aus dem Keller geholt werden dürfen. Meistens haben wir schon wieder vergessen, was im Vorjahr gekauft worden ist und stöbern staunend zwischen Kugeln und Glocken und Glaspilzen, weil es uns beinahe vorkommt, als wäre alles neu! Ist eine sehr schöne Zeit, finden wir, und wir haben beschlossen, Ihnen unsere absoluten Lieblinge hier vorzuführen.

Wir beginnen am 1. Advent mit unseren Wollschafen.



Vor ein paar Jahren waren wir mal bei einer Nachbarin die Weihnachtskrippe anschauen. Maria, Josef und das Kind, Oxe, Esel und Stern waren jetzt nix besonderes, auch nicht das übrige Inventar. Nur die zwanzig oder so Schafe aus Holz und Wolle, die das Ensemble umstanden, erregten sogleich unsere Aufmerksamkeit: Sie waren bald hundert Jahre alt und vom ältesten Bruder unserer Nachbarin handgefertigt.

Sie dürfen uns glauben, daß wir vor Neid blaß wurden. Und natürlich machten wir uns umgehend auf die Sokken und durchstöberten den halben Planeten nach solchen Schafen. Und wo fanden wir welche? In Amerika! Viele wurden nämlich um die Jahrhundertwende von Auswanderern mitgenommen in die Neue Welt (und manch ein Nachkomme ist heute froh, sie an Altreucher wie uns loszuwerden!).


Selbstredend rasteten und ruhten wir nicht, bis wir ebenfalls eine veritable Herde beieinanderhatten. Kein Exemplar gleicht dem anderen und jedes hat einen ganz eigenen Charakter, und wer schon ein bißchen wackelig auf seinen alten Holzbeinchen steht, der lehnt sich einfach an einen Kollegen.



Unsere Wollschafe kann man wunderschön dekorieren, und genau das werden wir jetzt machen! Wir wünschen allen einen herrlichen und winterlichen 1. Advent!

Freitag, 26. November 2010

A Velvet Morning…


… ganz in Puderblau und Weiß erwartete heute alle Frühaufsteher im Umland von Köln.
Einfach herrlich, oder?


Und es soll ein paar Tage so bleiben, kalt und winterlich…





… ganz passend zum 1. Advent.




Ebenfalls äußerst passend:

"Holy Shit Shopping", die Weihnachts.Shopping.Lounge, präsentiert in besonderer Architektur. Junge Designer zeigen handgemachte Stücke, Kunst und Graphik, Mode und Schmuck und was nicht. An allen vier Adventswochenenden und bestimmt auch mal in Ihrer Nähe. Teil Eins findet in Köln statt, auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs in Ehrenfeld. Vielleicht haben Sie mal ausnahmsweise nix vor und suchen überdies noch ultra-dringend ein Weihnachtsgeschenk, das nicht gleich wieder jeder hat!

Donnerstag, 25. November 2010

Dégueulasse…


… mais aussi extrêmement amusant,
dieser Film, den wir von Jahr und Tag mal irgendwo sahen: "Tatie Danielle". Um genau zu sein, wir lachten beim Schauen so sehr, daß wir fast heulten.
Dieser Tage fanden wir den kleinen Schatz nach langem Warten endlich endlich endlich auf DVD und verbrachten einen herrlichen Abend kreischend auf den Möbeln.
Wir können Ihnen das Meisterwerk nur wärmstens ans Herz legen. Vorausgesetzt, Sie haben einen Sinn für den boshaftesten Humor von allen und kein altes Tantchen bei sich zu Hause wohnen. Wir wollen nicht schuld sein, wenn Sie hinterher in Bezug auf Ihre familiären Beziehungen von irgendwelchen Zweifeln geplagt werden…


Montag, 22. November 2010

Ein schöner alter Brauch…


… ist für Franzinellis das alljährliche Gänse-Essen im Kreis lieber Freunde. Wir haben uns sehr gefreut, daß es auch heuer wieder geklappt hat, im wunderbaren kleinen Resto der Familie Neumann in Köln-Dellbrück, das den putzigen Namen "Em Glöckchen" trägt. Wir hatten ein gemütliches Eck für uns und wurden bewirtet wie die Könige. Und die gebratenen Gänse, die auf den Tisch kamen, braun und knusprig und mit allem notwendigen Zubehör, waren so lekker, daß wir bestimmt näxtes Jahr wieder hingehen…


Weil mehrere Tische zusammengeschoben worden waren, sah Frau Neumann sich übrigens gezwungen, an einer huckeligen Übergangsstelle mit Bleistift diese Markierung anzubringen, damit niemand sein Glas daraufstellte:


Und wie gut war das, sonst hätte bestimmt jemand seinen kostbaren Rotwein verschüttet :)


Sonntag, 21. November 2010

Kollegen-Schatzkästlein No. 8


Finden Sie es auch so blöd, irgendwann im September aus dem
Urlaub zurückzukehren und im Supermarkt die ersten Lebkuchen vorzufinden? Oder festzustellen, daß im Freizeitmarkt bereits die Weihnachtssonderfläche aufgebaut wird, während Sie noch nichtmal die Sommerklamotten weggeräumt haben? Eine scheußliche Angewohnheit ist das hierzulande, und selbstredend ignorieren wir das Erscheinen solch unzeitlicher Angebote, wo wir nur können.
Aber jetzt ist es draußen winterlich, der 1. Advent steht sozusagen vor der Tür, und die ganz Cleveren und gut Organisierten haben schon das eine oder andere Weihnachtsgeschenk gekauft. Da können wir ohne jedes schlechte Gewissen unsere neuesten Entdeckungen präsentieren, nämlich im

Kollegen-Schatzkästlein No. 8 "XMas"



Alle Artikel bei Dawanda


1 - Weihnachtsfuchs-Kartenset von ene-mene-mu


3 -Weihnachtsplaner von emmily

4 -Persönlicher-Adventskalender von feinepapeterie

5 - Krippe von 13gramm

6 - Advent-Box von TheCuteArmy

8 - Filzeicheln von Lescatole

7- Weihnachtslicht-das-Sparpaket von TikiOno_Bilder


9 - Zwiebel-Anhänger-Crazymas-2010 von renna

Dienstag, 16. November 2010

Falls Sie…


… so wie wir gelegentlich, an zeitweiligem Gedächtnisschwund leiden: Wir haben einmal wieder ein paar Streichholzbrief-Notizblöckchen gemacht.
Die helfen jedem müden Gehirn auf die Sprünge, ehrlich. Gibt´s ab sofort hier.

Sonntag, 14. November 2010

Kliasslan-Tutorial


Gehören Sie auch zu den Nordrhein-Westfalen, die gestern den ganzen Tag unter einem von Südwest nach Nordost durchziehenden Regenband ausharren mußten? Wir hoffen, Sie wurden nicht überflutet oder was auch immer. So oder so war in unserer Gegend der gestrige Tag einer der scheußlichsten des gesamten Jahres.
Aber haken wir´s ab.
Machen wir lieber Kliasslan. Oder Klöße. Halbseidene Kartoffelklöße, um genau zu sein. Wir teilen unser original oberschlesisches Rezept aus dem Jahr Pief mit Ihnen. Später kommt bei uns der Sauerbraten dazu, aber das hat jetzt noch Zeit.
Fangen wir an.

Sie brauchen für 4 Personen

1 kg mehligkochende, gleich große Kartoffeln
250 gr Kartoffelmehl
2 Eier
200 ml kochendheiße Milch
Salz, Pfeffer und Muskat


Kochen Sie die Kartoffeln in der Schale gar. Dann abgießen, kalt abschrecken und heiß pellen.
(An diesem Punkt kommt ein zauberhaftes Gerät zum Einsatz, das wir zu anderer Zeit mal ausführlich beschrieben haben: Die Kartoffelpresse. Wenn Sie keine haben, müssen Sie sich eine leihen oder den Stampfer nehmen – wenngleich wir persönlich finden, daß nur die Presse das richtige Ergebnis hervorbringt, nämlich einen luftigen Haufen Kartoffelmasse, der auch gern als "Kartoffelschnee" bezeichnet wird.)
Die heißen Kartoffeln durch die Presse drücken.


Die gepreßten Kartoffeln mit Mehl, Eiern und Milch mischen und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat würzen.
(Falls Sie einen Tip wollen: Gießen Sie nicht die ganze Milch auf einmal dazu. Vielleicht brauchen Sie etwas weniger als die abgemessenen 200 ml und sind hinterher sauer, wenn Ihnen der Teig zu weich wird.)
Der Teig soll glatt sein und nicht kleben.



Jetzt dürfen Sie ein bißchen Pause machen und den herrlichen Brei abkühlen lassen. Rufen Sie Ihre beste Freundin an oder lesen Sie was oder gehen Sie zum Flohmarkt, so wie wir.


Wenn das Abendessen kurz bevorsteht, das heißt bei uns, wenn der Sauerbraten fertig ist, können Sie einen großen Topf mit gut gesalzenem Wasser aufsetzen. Befeuchten Sie Ihre Hände und rollen Sie gemütlich Ihre Kliasslan. Nehmen Sie dazu jeweils einen ordentlich gehäuften Eßlöffel Teig, damit bekommen die fertigen Klöße hinterher genau die richtige Größe. Lassen Sie die Kugeln ins sprudelnd kochende Salzwasser gleiten und bei kleiner Hitze und halb aufgelegtem Topfdeckel 15 Minuten garziehen. Sie können sich die Uhr stellen oder auch nicht: Fertige Klöße schwimmen an der Oberfläche.
Sie haben jetzt noch reichlich Gelegenheit, die Bratensauce zu machen.



Wenn Sie die Klöße in einer Schüssel bei Tisch servieren, legen Sie eine umgedrehte Untertasse auf den Schüsselboden. Falls sich ein Rest Kochwasser sammelt, müssen Ihre kostbaren Kliasslan nicht darin schwimmen.
(Sollten Sie der Meinung sein, die Menge an Klößen in diesem Rezept sei zuviel: Sie können´s ja mal mit der Hälfte probieren. Obwohl wir finden, daß der Aufwand nicht lohnt. Heben Sie stattdessen übriggebliebene Kliass für den näxten Tag auf und braten Sie sie, in Scheiben geschnitten, in wenig Butterschmalz braun & gut. Ein Salätchen dazu oder einen Rest Bratensauce oder etwas Pflaumenkompott und Zimtzucker und Sie haben ein feines kleines Mittagessen.)

Unser Sauerbraten sieht nach drei Tagen in seiner Marinade übrigens so aus:


In der Internet-Enzyklopädie heißt es dazu:
"Durch das mehrtägige Marinieren wird das Fleisch mürbe, wodurch sich auch preisgünstigere Fleischstücke für diesen Braten anbieten…"
Das ist wohl so. Ein Stück Filet würde man für Sauerbraten nicht unbedingt vergeuden. Außerdem ist das säuerliche Weißweinessigaroma natürlich ganz köstlich in Verbindung mit dunklem Fleisch, gerösteten Zwiebeln, Rosinen, Rübenkraut. Aber wie auch immer. Wir lassen Sie jetzt allein weitermachen. Unser Sauerbratenrezept brauchen Sie nicht, Sie haben sicher Ihr eigenes aus Ihrer Region und wenn nicht, finden Sie eins an jeder Straßenecke (oder Sie schreiben uns einfach eine mail.) Zum Schluß, ehe wir in die Küche abzischen, beantworten wir Ihnen noch noch die FAQs zu Halbseidenen Kartoffelklößen:

Warum heißen die eigentlich "halbseiden"?
Als "Halbseidene" bezeichnet mal Klöße aus einem Teig mit nicht mehr als 1/3 Kartoffelmehl im Verhältnis zu den Kartoffeln. Ist der Mehlanteil höher, werden sie zu "Seidenen".

Ich habe nur festkochende Kartoffeln, gehen die auch?
Klar. Mehligkochende sind besser, aber kein Muß.
Kann ich noch Kartoffelmehl dazuschütten, wenn mir der Teig zu weich geworden ist?
Sicher doch. Aber übertreiben Sie nicht und tun Sie auch noch etwas Salz dazu.
Kann ich auch Weizenmehl nehmen?
Nein, können Sie nicht. Wenn Sie die richtigen Zutaten nicht haben, suchen Sie sich lieber ein anderes Rezept.
Läßt sich der Teig vorbereiten?
Wir machen den Kloßteig oft schon am Abend vorher und stellen ihn, mit einem Tuch abgedeckt, in den Keller. Rollen sollten Sie aber erst unmittelbar vor dem Kochen.
Wieso muß man die selber machen?
Muß man nicht. Man kann auch Pulver kaufen oder diese Dinger in den Kochbeuteln. Wenn man mit so etwas zufrieden ist.

Und wie das Leben so spielt, ist uns übrigens gerade wieder eine Haushaltssache eingefallen, die wir Ihnen bald mal zeigen müssen. Ein ganz ulkiges Ding, werden Sie sehen, demnäxt.